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    Beschreibung

    Transportmanagementsysteme sollen für einen reibungslosen Prozessablauf in der Automotive-Industrie sorgen.

    Für die LogiMat 2010, die Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, die am 2. bis 4. März in Stuttgart stattfindet, haben sich die Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht. In einem sogenannten „Tracking & Tracing Theatre“ können Besucher haut nah miterleben, wie Hightech für höchste Effizienz in der Logistikkette des Automotivsektors sorgt. Dass man sich dafür gerade die Automobilindustrie ausgesucht hat, ist kein Zufall – intelligenten Logistikprozessen kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Das liegt in erster Linie an der engen Verzahnung der Automobilhersteller mit ihren Lieferanten. Tausende Bauteile und Komponenten müssen termingerecht und in einer präzise auf die Produktion abgestimmten Reihenfolge geliefert werden

    Wie in kaum einer anderen Branche sind die Hersteller dabei auf eine transparente Lieferkette angewiesen. Kritische Abweichungen sollten frühzeitig erkannt werden, da Lager zur Abfederung von Lieferschwankungen nicht existieren. Zudem gilt es, die Produktionshistorie lückenlos zu  dokumentieren. Dazu gehört das Wissen, welches Bauteil in welchem Wagen verbaut ist.

    Einheitliche Standards

    „Track & Trace“ heißt die logistische Zauberformel. Verstanden wird darunter die IT-unterstützte Nach- und Rückverfolgung von Waren und Behältern. „In der Automobilindustrie haben Störungen in der Lieferkette schnell weitreichende Folgen bis hin zum Produktionsstillstand. Intelligentes Tracking & Tracing hilft, dies zu vermeiden”, erklärt Oswald Werle, CEO von inet-logistics, einem Anbieter von globalen

    Transportmanagementsystemen mit Hauptsitz in Wolfurt, Vorarlberg. Laut Werle besteht heute für viele Automobilhersteller speziell in der unternehmensübergreifenden Verfolgung von Warenströmen eine besondere Herausforderung: „Das Problem liegt darin, dass Hersteller, Zulieferer und Transportlogistikdienstleister jeweils mit eigenen IT-Systemen und auf Basis eigener Daten arbeiten.“ Um diese Lücke zu schließen, brauche es moderne Transportmanagementsysteme (TMS), die quasi als übergeordnete Instanz fungieren. Dabei werden die an den Zulieferer gesendeten Lieferabrufdaten mit den Transportdaten des Logistikers verknüpft. Diese gebündelte Information wird in einem weiteren Schritt direkt in die IT-Systeme der Produzenten übertragen. So erhalten die Hersteller ohne zusätzlichen Abstimmungsaufwand eine bessere Planungsgrundlage für den Wareneingang und die dafür nötigen Ressourcen. Reduzierte Prozessaufwände und optimierte Transporte lauten die Zielsetzungen. „Beim Einsatz des Transportmanagementsystems geht es darum, die Prozesse in der Transportoperation, Ladungsträgersteuerung und Transportabrechnung zu standardisieren“, erzählt Alfons Dachs-Wiesinger, Senior-Manager Transportlogistik und Zoll bei Magna Steyr, aus der Praxis. Die Webapplikation ermögliche es auf einfache Weise, „Transportdienstleister, Lieferanten und Mitarbeiter in einem Workflow zu integrieren.“

    Behältermanagement

    Was für das Warenmanagement gilt, hat auch beim Behältermanagement seine Gültigkeit. Denn in den Supply Chains der Automobillogistik gehören Spezialladungsträger heuten zu den entscheidenden Faktoren für die tägliche Durchführung des Materialflusses. „Mit Track & Trace-Informationen in einem übergeordneten IT-System können die im Automobilbau eingesetzten – oftmals teuren – Spezialbehälter wesentlich effizienter genutzt werden“, erläutert Werle. Und wieder geht es darum, dass alle Partner in der Lieferkette zuverlässige Informationen über Behälterbestände und –Verfügbarkehit in Realtime haben. Das hilft unter anderem bei der Vermeidung kostspieliger Sondertransporte, die notwendig werden, wenn Alternativen ad hoc geplant werden müssen oder Spezialbehälter zum Versand nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. „Insgesamt steigt durch solche IT-Systeme die Qualität in der Lieferkette und die Kosten sinken nachhaltig“, so Werle.

    Die Erfahrung wie TMS nutzbringend eingesetzt werden kann, machen gerade die Verantwortlichen von KTM Powersports. Seit Kurzem werden die von KTM Sportmotorcycle und Sportscar erfassten Spezialaufträge nicht mehr manuell, sondern per TMS organisiert. Konkret geht es um die multimodale Ausschreibung und Disposition aller Sondertransporte in den Bereichen Luft, - See und Landtransporte sowie um Kurier- Expressdienstleistungen. „Die Transport- und Prozesskosten sind seither deutlich gesunken“, heißt es in der KTM-Zentrale in Mallighofen.

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    • Oswald Werle
      Oswald Werle

      Oswald Werle prägt als Mensch und Manager im besonderen Maße die Organisation, Kultur und den Erfolg von inet-logistics. Die Geschäftsidee für das heute im Logistik-Markt etablierte Unternehmen entstammt Werles früh gehegter Vision, unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse durch intelligente Softwarelösungen zu automatisieren. Diese Vision entwickelte der...

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