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2. Industriekolloqium Bremen bringt Impulse für Wissenschaft und Industrie

 
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Bremen. Neue Ideen und Impulse bekamen die knapp 100 Teilnehmer des 2. Industriekolloqiums Bremen am 6. Dezember am Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA), Sitz des Sonderforschungsbereichs 637 „Selbststeuerung logistischer Prozesse ‑ Ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen“. Unter dem Titel „Flexibilität durch Transparenz ‑ Praxis und Theorie im Dialog“ gaben Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft einen Überblick über den Stand der Dinge auf dem Gebiet der Selbststeuerung. Die Vorträge belegten, dass Selbststeuerungstechnologien in Teildisziplinen wie dem Transport oder der Produktionslogistik bereits zum Einsatz kommen.

Ein Beispiel: Berufsbekleidungsstücke sortieren sich vor jeder Auslieferung aus der Wäscherei automatisch nach Kundennamen und Namen ihrer Träger. Oder: Lkw-Auflieger für temperaturgeführte Transporte informieren den Disponenten automatisch nicht nur über Aufenthaltsort, Richtung oder Geschwindigkeit, sondern auch darüber, ob die Temperatur in ihrem Inneren noch den Vorgaben entspricht. Die Anwendung von Selbststeuerungstechnologien auf die gesamte Supply Chain dagegen ist zwar in Simulationen bereits gelungen, bis zum Einsatz in der Praxis gibt es allerdings noch Hindernisse zu überwinden - zum Beispiel mangelnde Standardisierung.

Die Teilnehmer, zu etwa gleichen Teilen aus Industrie und Wissenschaft stammend, verfolgten die Vorträge mit Interesse und nutzten die Pausen zum angeregten Austausch. Denn innerhalb der immer komplexer und dynamischer werdenden Wertschöpfungssysteme der globalen Wirtschaft liegt der Schlüssel zum Erfolg in transparenten und damit flexiblen Produktions- und Logistikprozessen. Der Sonderforschungsbereich 637 der Universität Bremen entwickelt adaptive und flexible Steuerungssysteme und bewertet deren Anwendbarkeit gemeinsam mit Praxispartnern.


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