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Dr. Boris Reuter
Beschreibung
Nur wer umfassend informiert ist, kann die richtigen Schlüsse ziehen. Das gilt besonders für Unternehmen: Gibt es eine Schwachstelle in der Informationskette, gefährdet das unter Umständen den Unternehmensfortbestand. Mit einem funktionierenden Frühwarnsystem können Risiken rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden, ist Dr. Boris Reuter, Partner bei J&M, überzeugt.
Unternehmen sind stets darauf bedacht, ihre Potenziale und Risiken im Blick zu haben. Welche Gefahren lauern dabei?
Dr. Boris Reuter: In der Regel stützen sich Unternehmen auf Finanz- und Vertriebskennzahlen, um Marktrisiken und ihre betriebswirtschaftlichen Auswirkungen zu erkennen. Doch häufig stimmen diese Daten nicht, weil sie inkonsistent oder lückenhaft sind. Dies führt dann dazu, dass Maßnahmen nicht oder zu spät ergriffen werden. In schwierigen Situationen suchen Firmen dann reflexartig mit hohem Aufwand nach den „richtigen“ Key Performance Indikatoren (KPI) und belasten zusätzlich die Organisation: Reportingzyklen werden ständig verkürzt und es werden „Wegwerf-Berichte“ generiert. Im schlimmsten Fall kommt es auf dieser Basis zu Fehlentscheidungen oder -investitionen, wie dem Start des falschen Projekts oder dem Verkauf einer vermeintlich unprofitablen Sparte.
Was wäre der erfolgversprechende Weg?
Dr. Boris Reuter: Ein effizientes Supply Chain Performance Management zu betreiben. Das bedeutet, umfassende Transparenz über die tatsächliche Situation zu schaffen. Hierzu zählt beispielsweise das Wissen über Absatz- und Produktionsmengen, Bestandshöhen, Durchlauf- oder Ausfallzeiten und wie sich diese betriebswirtschaftlichen Messgrößen gegenseitig beeinflussen. Und ich muss die verantwortlichen Akteure kennen: Wer steuert welchen Prozess und nach welchen Regeln? Erst wenn in diesem komplexen Beziehungsgeflecht die Messgrößen und Stellschrauben sichtbar sind, kann ich systematisch die Leistungsfähigkeit der Supply Chain steigern.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Dr. Boris Reuter: Die maßgeblichen Kennzahlen werden zu aussagekräftigen KPIs gebündelt und dann zur Steuerung sowie als Zielsystem für die Wertschöpfungskette verwendet. Unternehmen können so Abweichungen frühzeitig erkennen und mit geeigneten Maßnahmen an den richtigen Stellen gegensteuern. Beispielsweise können sie durch verspätete Zulieferprozesse verursachte Zeitpuffer in der Produktion durch veränderte Abläufe im Einkauf abbauen. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Kennzahlen konsequent an der Supply Chain ausgerichtet sind. Das heißt, sie müssen von Marketing und Vertrieb über Distribution, Produktion und Beschaffung abgestimmt und vor allem auf die gleichen Ziele ausgerichtet sein. Auf dieser Grundlage lassen sich Prioritäten zwischen konkurrierenden Kennzahlen definieren, etwa niedriger Bestand und hoher Servicegrad, und die Wirkungszusammenhänge abbilden.
Welcher Nutzen lässt sich dadurch erzielen?
Dr. Boris Reuter: Supply Chain Performance Management führt auf organisatorischer und technischer Ebene zu umfassender Transparenz. Es lassen sich bessere Entscheidungen treffen, denn ohne Mehraufwand liegen relevante Informationen schneller vor. Die Umsetzung erfordert zentralisierte, bereinigte und unternehmensübergreifend abgestimmte Datenbestände. Die Unternehmen verfügen dadurch über verlässliche Informationen. Sie können fundierter entscheiden, in welche Produkte sie investieren, wo sie ihre Bestände lagern oder wie sie ihre Lieferfähigkeit steigern. Damit legen sie den Grundstein, um adäquat auf Marktanforderungen zu reagieren und um bislang ungenutzte Potenziale heben zu können, etwa bei Bestandsoptimierung, Lieferfähigkeit oder Liquidität.
Weitere Informationen: Dr. Boris Reuter, Partner, J&M Management Consulting, Telefon +49 (0) 621 12 47 69 - 0 oder per E-Mail b.reuter@jnm.com.
Unternehmen sind stets darauf bedacht, ihre Potenziale und Risiken im Blick zu haben. Welche Gefahren lauern dabei?
Dr. Boris Reuter: In der Regel stützen sich Unternehmen auf Finanz- und Vertriebskennzahlen, um Marktrisiken und ihre betriebswirtschaftlichen Auswirkungen zu erkennen. Doch häufig stimmen diese Daten nicht, weil sie inkonsistent oder lückenhaft sind. Dies führt dann dazu, dass Maßnahmen nicht oder zu spät ergriffen werden. In schwierigen Situationen suchen Firmen dann reflexartig mit hohem Aufwand nach den „richtigen“ Key Performance Indikatoren (KPI) und belasten zusätzlich die Organisation: Reportingzyklen werden ständig verkürzt und es werden „Wegwerf-Berichte“ generiert. Im schlimmsten Fall kommt es auf dieser Basis zu Fehlentscheidungen oder -investitionen, wie dem Start des falschen Projekts oder dem Verkauf einer vermeintlich unprofitablen Sparte.
Was wäre der erfolgversprechende Weg?
Dr. Boris Reuter: Ein effizientes Supply Chain Performance Management zu betreiben. Das bedeutet, umfassende Transparenz über die tatsächliche Situation zu schaffen. Hierzu zählt beispielsweise das Wissen über Absatz- und Produktionsmengen, Bestandshöhen, Durchlauf- oder Ausfallzeiten und wie sich diese betriebswirtschaftlichen Messgrößen gegenseitig beeinflussen. Und ich muss die verantwortlichen Akteure kennen: Wer steuert welchen Prozess und nach welchen Regeln? Erst wenn in diesem komplexen Beziehungsgeflecht die Messgrößen und Stellschrauben sichtbar sind, kann ich systematisch die Leistungsfähigkeit der Supply Chain steigern.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Dr. Boris Reuter: Die maßgeblichen Kennzahlen werden zu aussagekräftigen KPIs gebündelt und dann zur Steuerung sowie als Zielsystem für die Wertschöpfungskette verwendet. Unternehmen können so Abweichungen frühzeitig erkennen und mit geeigneten Maßnahmen an den richtigen Stellen gegensteuern. Beispielsweise können sie durch verspätete Zulieferprozesse verursachte Zeitpuffer in der Produktion durch veränderte Abläufe im Einkauf abbauen. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Kennzahlen konsequent an der Supply Chain ausgerichtet sind. Das heißt, sie müssen von Marketing und Vertrieb über Distribution, Produktion und Beschaffung abgestimmt und vor allem auf die gleichen Ziele ausgerichtet sein. Auf dieser Grundlage lassen sich Prioritäten zwischen konkurrierenden Kennzahlen definieren, etwa niedriger Bestand und hoher Servicegrad, und die Wirkungszusammenhänge abbilden.
Welcher Nutzen lässt sich dadurch erzielen?
Dr. Boris Reuter: Supply Chain Performance Management führt auf organisatorischer und technischer Ebene zu umfassender Transparenz. Es lassen sich bessere Entscheidungen treffen, denn ohne Mehraufwand liegen relevante Informationen schneller vor. Die Umsetzung erfordert zentralisierte, bereinigte und unternehmensübergreifend abgestimmte Datenbestände. Die Unternehmen verfügen dadurch über verlässliche Informationen. Sie können fundierter entscheiden, in welche Produkte sie investieren, wo sie ihre Bestände lagern oder wie sie ihre Lieferfähigkeit steigern. Damit legen sie den Grundstein, um adäquat auf Marktanforderungen zu reagieren und um bislang ungenutzte Potenziale heben zu können, etwa bei Bestandsoptimierung, Lieferfähigkeit oder Liquidität.
Weitere Informationen: Dr. Boris Reuter, Partner, J&M Management Consulting, Telefon +49 (0) 621 12 47 69 - 0 oder per E-Mail b.reuter@jnm.com.
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