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Vera Helmes
Beschreibung
Nestlé wurde 1867 von Henri Nestlé gegründet und ist heute das größte Unternehmen der Schweiz. Der Kapitalwert von Nestlé liegt bei mehr als 59 Milliarden GBP; die Firma ist der weltweit größte Lebensmittelproduzent und beschäftigt 253.000 Mitarbeiter in aller Welt mit der Herstellung von mehr als 15.000 verschiedenen Produkten. Nestlé produziert und vermarktet einige der weltweit bekanntesten internationalen FMCG-Marken an Lebensmitteln und Getränken – Nescafé, KitKat, Quality Street, Buitoni, Cheerios und Shredded Wheat sind nur einige Beispiele hierfür. Total Logistics unterstützt Nestlé GB seit mehr als acht Jahren bei der Planung und Optimisierung der Wertschöpfungskette.
Damit die richtigen Waren stets zur gewünschten Zeit bei den richtigen Filialketten, Großhändlern und Einzelhändlern in Großbritannien eintreffen, sind umfangreiche logistische Maßnahmen erforderlich, die in den beiden größten britischen Vertriebszentralen von Nestlé in York und Bardon in der Grafschaft Leicestershire organisiert werden. Als Nestlé GB im Jahr 2002 beschloss, einen Großteil seiner Lebensmittelgeschäfte an Premier Foods zu verkaufen – darunter so bekannte Marken wie Branston Pickle, Sunpat, Sarsons Vinegar und Rowntree Jellies –, stand es vor dem Problem einer gleichzeitig zu hohen und zu niedrigen Auslastung seiner beiden Hauptvertriebszentralen. Die Firma beauftragte Total Logistics damit, die verschiedenen Optionen zu bewerten und eine strategische Lösung zur Neuausrichtung der Wertschöpfungskette von Nestlé GB auszuarbeiten – ein Projekt mit der Bezeichnung „Project Shirt“.
Das Zentrum von Nestlé in York wird firmenintern betrieben, während das 42.000 m2 große Zentrum in Bardon in Nestlés Auftrag von TDG verwaltet wird, einem der größten britischen Anbieter von Supply-Chain-Lösungen mit 8000 Mitarbeitern und einer Flotte von 1600 Fahrzeugen. In York werden die Süßwaren von Nestlé umgeschlagen, während sich Bardon auf die übrigen Produkte in Nestlés Portfolio konzentriert. Hierbei handelte es sich in erster Linie um das Lebensmittel- und Getränkesortiment; TDG stellte Nestlés Lieferungen für sämtliche Standorte von den schottischen Highlands bis hin zu den Kanalinseln zusammen, wofür es ein Netzwerk mit acht im ganzen Land verteilten Umladezentren nutzte.
Reaktion Auf Veränderte Geschäfte
Das Zentrum in York war mit der Süßwarensparte der Firma bereits zu stark ausgelastet; gleichzeitig stellten die Lebensmittelprodukte von Nestlé den größten Anteil der Volumen dar, die in Bardon abgewickelt wurden. Das bedeutete unvermeidlicherweise, dass der Verkauf der Lebensmittelgeschäfte an Premier Foods im Zentrum von Bardon das umgekehrte Problem verursachen würde - also eine zu geringe Auslastung.
Der Betrieb in Bardon entspricht größtenteils dem von York, was die grundlegenden Lagerabläufe angeht, also Wareneingang, Strategie und Zoneneinteilung zur Produktlagerung, Hochregalverwaltung, Tiefregalverwaltung, Auftragsabwicklung, Kommissionierung über Funkdatenterminals und Abläufe beim Beladen bzw. Zusammenstellen. Das Zentrum von Bardon ist jedoch größer und verfügt über 14 führerlose Krane, 57000 Palettenplätze in Hochregalen auf 14-stöckigen Gassen, 6000 Palettenplätze in der manuellen Gasse, 20 Kommissionierfahrzeuge und zahlreiche weitere Fahrzeuge.
Die Kapazitätsreserven boten eine Gelegenheit zur Überprüfung, wie gut die Kunden versorgt wurden, und hierin lag die wichtigste Motivation zur Beauftragung von Total Logistics mit der Neugestaltung der Wertschöpfungskette von Nestlé. Doch dies war nicht der einzige Grund: Es gab auch Probleme mit dem Risiko-Management. Nestlé hielt es nicht länger für ratsam, die gesamten Produktvorräte unter einem einzigen Dach zu lagern, weshalb eine Lösung für die Lagerung und den Vertrieb der wichtigsten Sortimente – wie z. B. Kaffee oder die immens beliebten KitKat – unter strategischen Gesichtspunkten gefunden werden musste, um die Waren zu schützen, ohne die Erhältlichkeit der Produkte oder die Effizienz der Lieferungen zu beeinträchtigen. Darüber hinaus hatte sich Nestlé mit dem Projekt das Ziel gesetzt, in York eine einzelne Kundendienstzentrale einzurichten.
Ebenso war es nötig, auf die Auswirkungen der Arbeitszeitrichtlinie der EU zu reagieren, denn für die Lkw, die von York aus den Süden England belieferten, entstanden lange Fahrtzeiten. Ohne eine Alternativlösung zur Senkung der Lieferzeiten wäre eine Einhaltung der Richtlinie beinahe unvermeidlich mit höheren Kosten verbunden gewesen.
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