Die Transportlogistik steht nicht erst seit dem massiven Anstieg der Dieselpreise in den vergangenen Jahren im Fokus der Logistikverantwortlichen. Während das Hauptaugenmerk für Optimierungsmaßnahmen bisher vor allem auf dem operativen Bereich liegt, geht ein Trend auch zur Optimierung der administrativen Prozesse des Frachtmanagements. Dazu zählen beispielsweise die Verwaltung der Speditionsofferten, die Frachtkostenberechnung und die Abrechnung der Transportdienstleister. In diesen Abläufen steckt noch großes Optimierungspotenzial. Laut einer Studie der Aberdeen Group rechnen die Befragten damit, durch entsprechende Maßnahmen bis zu 8,8 Prozent ihrer Frachtausgaben einsparen zu können. Wie die Projekterfahrung zeigt, sind in der Praxis aber auch Einsparungen bis zu 35 Prozent möglich.
Ein interessanter Aspekt: Die Optimierung der administrativen Prozesse und damit Kosteneinsparungen auf diesem Gebiet haben keinen Einfluss auf die Qualität der Transportdienstleistungen wie beispielsweise den Lieferservice oder Value Added Services. Anders als im operativen Bereich besteht damit kein Trade-off zwischen der Transportqualität und den administrativen Kosten.