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Externe Beratung in der Unternehmenskrise: Was kann sie leisten, was nicht.

Stefan Uhlig
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Autor Stefan Uhlig
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Grenzen wir zunächst unser Thema ab. Es wird sich vielleicht gleich zu Beginn Widerspruch artikulieren, wenn ich sage: Es geht eher nicht um klassische betriebswirtschaftliche Themen wie Marketing, Vertrieb, Personal, Strategie, neue Visionen, Unternehmensbewertung, Nachfolge etc. etc. Um die geht es natürlich auch.

Hier und heute geht es gleich ans Eingemachte. Etwas theatralisch ausgedrückt: Um Sein oder Nicht-Sein. Das ist wirklich unser Thema. Doch da wir hier nicht im Theater sitzen und uns nicht an schauspielerischen Darbietungen ergötzen wollen, ist vielleicht doch der mehr handfeste Vergleich mit der Feuerwehr angebracht.

Wann kommen die Männer von der Brandwache ? Natürlich spätestens dann, wenn es brennt - manchmal allerdings auch, wenn, ein kleiner lieber Vogel sich in hohen Bäumen verflogen hat und sich nicht mehr weg fliegen traut. Doch ist das eher die Ausnahme. Feuer bedeutet wegen seiner ungeheuren Zerstörungskraft ernsthafte Gefahr für Hab und Gut. Je früher und konzentrierter die Feuerwehr eingreift, desto besser sind die Chancen, größeren Schaden zu vermeiden. Diese alte Erfahrung wird wohl niemand in Frage stellen.

Leider hingegen hat sich diese Weisheit in unserer Wirtschaft noch nicht herum gesprochen. Zwar drückt man auch hier sofort auf den Feuermelder, wenn es irgendwo raucht. Bisweilen machen das die Geräte heute schon ganz von allein. Doch sonstige brenzlige Gefahren im Betrieb werden weitaus weniger konsequent beachtet. Nicht selten brennt es in Unternehmen lichterloh - und keiner löscht. Nicht mal die Feuerwehr wird gerufen. Dabei ist der Brand ganz offensichtlich. Und der entstehende Schaden betrifft nicht nur die Eigentümer und Bewohner des Hauses, sondern er wirkt weit darüber hinaus.

Warum kann das passieren, wird man fragen ? Weil es keiner gesehen hat, lauten viele Antworten. Eine schon etwas differenziertere aber unverständliche Antwort wäre vielleicht: Weil es keiner sehen wollte! Eine beliebte Antwort ist auch die: Muss man ja nicht gleich in Panik machen, nur weil es irgendwo raucht. So ein kleines Feuerchen löschen wir doch mit links, das haben wir schon öfter so gemacht.

Mit dem Beispiel Feuer tasten wir uns an den Begriff "Krise" heran. Doch selbst dieser Begriff haut nicht jeden gleich vom Hocker, wenn er an das eine oder andere Scharmützel in seiner Ehe oder Beziehung denkt. So viele Paar- bzw. Psycho-Therapeuten können wir hierzulande gar nicht zur Verfügung stellen, wie Bedarf für privates Krisen-Management objektiv vorhanden ist.

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Autor
  • Stefan Uhlig
    Stefan Uhlig

    Ausbildung: Acht Semester Studium der Volkswirtschaftslehre (Wahlfach Wirtschaftsgeschichte) an der LMU-Universität München; Abschluss: Diplom-Volkswirt (Seminar- und Diplomarbeiten über die Staatsquote sowie über die Wirkungen der Geldpolitik auf die sozialen Gruppen) Berufliche Tätigkeiten: 5 Jahre Produktmanager bei Wirtschaftsverlagen seit 1990...

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