Jedes Rating ist sui generis zukunftsgerichtet. Schließlich soll es darüber Auskunft geben, mit welcher Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann, dass der Schuldner die Zins und Tilgungszahlen während der gesamten Laufzeit eines Kredits auch tatsächlich leisten wird. Die Erkenntnis, dass ein Urteil über die Solvenz von morgen anhand der Bilanz von gestern nur sehr eingeschränkt möglich ist, dürfte sich im Bereich des Ratings inzwischen als Allgemeinwissen etabliert haben. Folgerichtig gewinnen die so genannten weichen Faktoren und immateriellen Vermögensgegenstände im Rahmen der Rating-Entscheidung zunehmend an Bedeutung.
Dr. Roland Franz Erben ist Chefredakteur der Zeitschriften RISIKO MANAGER sowie RISK, COMPLIANCE & AUDIT, die beide im Bank-Verlag (Köln) erscheinen. Darüber hinaus ist Herr Dr. Erben Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vorstands der Risk Management Association e. V. (München) sowie der Gesellschaft zur Förderung von Risikoforschung und -lehre...