Als ich mein Vortragsthema eingebettet sah in das Leitthema des Congresses "Innovatives Controlling" dachte ich, was an meinem Vortrag ist innovativ? So erinnerte ich mich an Aldi. Lebensmittel zu verkaufen, ist zweifelsohne nicht innovativ. Doch die Art und Weise wie es Aldi konsequent und einfach tut, ist innovativ. So sind meine Gedanken sicherlich nicht neu. Die Art und Weise, wie ich die Dinge miteinander verbinde, hingegen schon. Allein die Tatsache, dass man es endlich tut, ist innovativ.
Bei diesem Thema liegt mir etwas besonders am Herzen: Back to the roots! Meine ganz persönliche Sorge ist, dass wir angesichts der vielen sogenannten neuen Methoden die Bindung zu den Wurzeln verlieren. Rückkehr zu den Wurzeln bedeutet, über Steuerungsinstrumente zu verfügen, welche die entscheidungsrelevanten und zielgerichteten Informationen bereithalten. Dies gilt für Konzern- und Mittelstandsunternehmen. Dabei gebe ich zu bedenken, dass mehr als 70% der Arbeitsplätze in Deutschland mittelständisch geprägt sind. Angesichts von Insolvenzrekorden einerseits und gewaltigen Generationennachfolgeproblemen im Mittelstand andererseits hängt die Gesundung der deutschen Volkswirtschaft in besonderem Maße vom Schicksal des Mittelstandes ab. Was manch ein Dax-Unternehmen als Standard-Controller-Tool bezeichnet, ist für viele Mittelständler noch nicht geübte Praxis.
Im übrigen kommt es mir bei manchen Unternehmen vor, als ob man sich an's Fliegen machen möchte, bevor man noch richtig laufen kann. So wird heftigst über Value Based Management diskutiert, wenn es allerdings um Bilanzen und Buchen geht, dann ist die Freude in unseren Seminaren nicht mehr ganz so groß. Wer allerdings im Sinne der Finanztransparenz der Controller über Shareholder Value reflektiert, ohne die Logik der Doppik zu beherrschen, der handelt so wie jemand, der Integrale lösen möchte, ohne die Grundrechenarten zu beherrschen. Auch wundert mich manchmal die Diskussion über Balanced Scorecard in solchen Unternehmen, die noch immer nicht das Grundprinzip der Führung durch Zielvereinbarung bis auf Mitarbeiterebene praktizieren. Denn ich frage Sie, wie soll die BSC zum Fliegen kommen, wenn die Führung durch Ziele nicht zur täglich geübten Praxis gehört. Begreift man die Scorecard als Führungsinstrument, so ist eine Strategiefokussierung ohne klare Commitment-Kultur undenkbar. Ähnlich verhält es sich derzeit bei der Diskussion zu den Intangible Assets. Manch einer hat seine Kostenstellenrechnung noch nicht „à jour“ und versucht nun plötzlich die nicht greifbaren Werte zu ermitteln. Ist das nicht merkwürdig? So möchte ich Sie jetzt mitnehmen auf eine Reise in Controller's Basic Toolboxes.
Nach diesem Prolog habe ich für diese Reise vier Stationen vorgesehen:
- Management by Objectives schafft die Basis für Intrapreneure und Internen Markt
- Dezentrale Ergebnissteuerung erfordert passende Methoden und richtige Zahlen
- Strategieplanung und -umsetzung ist ohne Strategic Business Unit nicht möglich
- Wo ist der MOVE?
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Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.








