Datenbank zeigt operationelle Risiken auf
Der Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes war hierzulande besonders stark zu spüren. Um derartige Risiken zu vermeiden und gleichzeitig gesetzlichen Vorgaben wie Basel II, SOX oder MiFID zu entsprechen, bietet sich ein softwaregestütztes GRC-System (Governance Risk Compliance) an. Wie das funktioniert, zeigen die Autoren.
Weltweit kämpfen Kreditinstitute in einem konsolidierten Markt verbissen um jeden Kunden. Dabei haben die deutschen Banken in den letzten Jahren international an Bedeutung verloren. Die Kosten sind zu hoch, die Renditen zu gering und die Fähigkeit, neue innovative Finanzprodukte zu entwickeln, wird von Fachleuten als eher durchschnittlich beurteilt. Gerade im Firmenkundengeschäft, auf das sich die Banken vor einigen Jahren konzentriert haben, mangelt es an Einkommensquellen für die Banken. Die deutschen Unternehmen sind überwiegend gesund und können ihre Investitionen aus eigener Kraft bewältigen. Das Geschäft mit privaten Anlegern stagniert seit 2003. Um dennoch die erwarteten Renditen zu erzielen, steigen viele Institute in riskante Märkte ein. Gleichzeitig ist das Risikomanagement oft weniger stark ausgeprägt als bei vergleichbaren internationalen Instituten.
„Selbstverständlich verfügt jede Bank über ein Risikomanagement. Mit Sicherheit gibt es auch Fachleute, die sich mit den jeweiligen Regularien befassen“, sagt Rolf Irion, Managing Director Deutschland des Software- und Beratungsunternehmens MEGA International, das dieses Jahr eine umfassende GRC-Suite auf den Markt gebracht hat. „Das Problem sind die ,Silo-Strukturen in den meisten Kreditinstituten. Das Risikomanagement wird meist losgelöst von Compliancethemen behandelt und die verschiedenen regulativen Vorgaben wie Basel II und SOX werden ihrerseits in unterschiedlichen Bereichen nach eigenen Methodiken bearbeitet. So kann GRC weder effektiv und vor allem nicht effizient sein. Unsere Aufgabe ist es, diese „Silos“ zu einem gut funktionierenden Ganzen zusammenzuführen. Das bietet den Vorteil, dass Audits risikoorientiert entwickelt werden können, was die Kosten enorm senkt.“
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