Der internationale IT Service Management Standard
Gegenwärtig ist nicht nur in Deutschland eine Tendenz zu erkennen, dass große ITUnternehmen
und auch Kunden von ihren Lieferanten ein Zertifikat oder eine Konformitätsbestätigung
über die Einhaltung definierter Qualitätsstandards fordern.
In diesem Zusammenhang fällt heute regelmäßig der Begriff „Compliance“. Im
unternehmerischen Alltag ist damit die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und
branchenspezifischer Regularien gemeint. Viele Compliance-Regularien drehen sich um die
Kontinuität des Geschäftsbetriebes. Unternehmen setzen zur Unterstützung dieses Ziels bei
der Gestaltung ihrer IT-Prozesse verstärkt auf die IT Infrastructure Library (ITIL).
ITIL allein stellt aber noch keine verbindliche Norm dar, wenn es darum geht, formale
Anforderungen zu erfüllen, die sich aus Gesetzesauflagen, Standards oder internen
Richtlinien ergeben. Die ITIL-Empfehlungen können aufgrund ihrer natürlichsprachigen
Abfassung und deren unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten in der Praxis in
vielfältigster Form ausgelegt werden. Seit Ende 2005 existiert diesbezüglich nun für das IT
Service Management ein internationaler Standard, welcher auf ITIL aufbaut und unter der
Bezeichnung ISO/IEC 20000 veröffentlicht wurde. Darin werden die Anforderungen an einen
(internen oder externen) IT Service Provider durch die Spezifikation zusammenhängender IT
Service Management Prozesse festgelegt.
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