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Abschlussbericht NetPlan

Netzwerkplanung und -analyse zur Senkung der Gesamtkosten durch optimale Verteilung der Wertschöpfuntsstrukturen
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
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Beschreibung
Unternehmen stehen heute für die Gestaltung und Analyse der Produktionssysteme als auch für die Logistiksysteme jeweils etablierte Methoden und Instrumente zur Verfügung. Das vorhandene Methodendefizit liegt dabei jedoch zum Einen in der fehlenden Berücksichtigung der wechselseitigen Beeinflussung von Produktions- und Logistiksystem und der daraus resultierenden mangelnden Unterstützung einer durchgängigen Gestaltung und Bewertung des Gesamtsystems zur Reduzierung der Gesamtkosten. Zum Zweiten wird die Bedeutung der Auswirkungen von qualitativen Faktoren auf die Kosten, die bei der Veränderung der Netzwerkstruktur auftreten, unterschätzt und in aktuellen Modellen vernachlässigt. Diese Defizite werden durch das am Fraunhofer IPA im Rahmen dieses Forschungsprojektes neu entwickelte durchgängige, methodengestützte Verfahren „NetPlAn – Netzwerkplanung und -analyse zur Senkung der Gesamtkosten durch optimale Verteilung der Wertschöpfungsstrukturen“ ausgeglichen. Der Fokus des „NetPlAn“-Verfahrens liegt in der nachhaltigen Unterstützung von Entscheidungen im Planungsprozess auf Basis quantitativer Kriterien, sowie in der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit durch Optimierung des Produktions- und Logistiksystems von Wertschöpfungsnetzwerken nach Gesamtkosten und folglich in der Reduktion der Stückkosten. Der Betrachtungsraum des Modells reicht von den Rohmaterial- und Netzwerklieferanten über das Entwicklungs- und Fabrikausrüsternetzwerk bis zu den Kundenwünschen und den daraus resultierenden Logistikkosten. Die innerhalb des Betrachtungsraums auftretenden Produktions- und Logistikkosten können mit Hilfe des Verfahrens unternehmensspezifisch den entsprechenden Wertschöpfungsstufen zugeordnet werden. Des Weiteren kann über das Modell zur Quantifizierung von „risikobezogenen“ qualitativen Faktoren ein Risikofaktor pro Wertschöpfungsstufe und Standort ermittelt werden. Die weitaus bedeutenderen Auswirkungen von weichen Faktoren treten allerdings erst bei der Berechnung von zukünftigen Szenarien auf. Mit welcher Höhe von Mehrausgaben muss zum Beispiel gerechnet werden, wenn ein Produktionsstandort in ein Land verlegt wird, in dem das Verständnis für hohe Qualität nicht so ausgeprägt ist wie am ursprünglichen Standort? Auch hierfür liefert das Modell Methoden zur Quantifizierung dieser „kostenbezogenen“ weichen Faktoren und deren Integration in die Berechnung. In Zusammenarbeit mit der Firma Haas wurde das in einen Excel-Demonstrator gegossene neu entwickelte Verfahren validiert. Hieraus resultierten Anregungen zu Veränderungen der Unternehmensnetzwerkgestaltung, deren Umsetzung unverzüglich angegangen wurde. „Das Ziel des Vorhabens wurde erreicht.“ Das Forschungsvorhaben wurde aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) über die Arbeitgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigung „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) unter der Vorhaben-Nummer 15500 N gefördert.
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