Kostenfrei Newsletter abonnieren
Als Mitglied kostenfrei Competence Report abonnieren über:
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Anzeige
CI
91%
 

Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus?

  • Profil (CI):
  • 99%
  • | Netzwerk (CI):
  • 98%
  • | Markt (CI):
  • 87%
  • | Aktualität (CI):
  • 90%
  • | Status (CI):
  • 99%
  • Ziel der "Initiative Logistik 2020" ist es, den Wissensaustausch und die Kommunikation in der Branche zu fördern. Die Logistikwelt blickt vielen...
Frage von Alexander Göhring | 19.10.2011, 10:28:07
Nachhaltigkeit hat viele Dimensionen und kann verschieden konsequent eingefordert und umgesetzt werden. Auf der einen Seite wird schon von Nachhaltigkeit gesprochen, wenn – was eigentlich selbstverständlich ist – Intralogistik-Lösungen effizienter werden, auf der anderen Seite wird die fundamentale Neuausrichtung von Lösungen und Unternehmen in der Intralogistik gefordert. Was verstehen Sie unter „echter“ Nachhaltigkeit in der Intralogistik? Wie gehen Unternehmer – Kunden und Anbieter - im Markt tatsächlich und konkret mit dem Thema Nachhaltigkeit um? Wie konsequent wird Nachhaltigkeit von Kunden gefordert und wie konsequent wandeln sich Unternehmen? Was sind Ihrer Meinung nach überzeugende Beispiele „echter“ Nachhaltigkeit im Markt?
 
Anonymous Person
Was wollen Sie Herrn Göhring antworten? 

Bitte melden Sie sich an.

  • Markus Meißner
    Antwort von Markus Meißner , AEB GmbH zu Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus? von Alexander Göhring | 9.12.2011, 16:29:38 RE: ( 5 ) Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus?

    Nachhaltigkeit in der Intralogistik wird heute am Markt weitestgehend gleichgesetzt mit Energieeffizienz. Ziel ist es in der Regel, ein möglichst sparsames Lager oder Logistikzentrum zu betreiben. Doch das Thema ist weit umfassender und beinhaltet etwa auch Personal- und soziale Aspekte. Bisher überwiegen bei den...  mehr

    Nachhaltigkeit in der Intralogistik wird heute am Markt weitestgehend gleichgesetzt mit Energieeffizienz. Ziel ist es in der Regel, ein möglichst sparsames Lager oder Logistikzentrum zu betreiben. Doch das Thema ist weit umfassender und beinhaltet etwa auch Personal- und soziale Aspekte. Bisher überwiegen bei den Unternehmen aber vor allem Einzelmaßnahmen, die nicht in ein alle Aspekte umfassendes Gesamtkonzept integriert sind – beispielsweise die Installation einer Solaranlage auf dem Lagerdach.

    Und natürlich darf das Thema Nachhaltigkeit nicht an den Lagertoren enden, sondern muss die Supply Chain ganzheitlich betrachten: Wie sieht beispielsweise ein nachhaltiges Supply-Chain-Netzwerk aus,  welche Lieferanten und Logistikstandorte wähle ich, welche Verkehrsträger werden eingesetzt? Aufbauend darauf kommen Themen wie Bestandsmanagement, optimale Transportrouten, eine auf die jeweiligen Logistikzentren angepasste Flottenstruktur und natürlich der Einsatz verbrauchsarmer Fahrzeuge hinzu. Eine in diesem Sinne integrierte, „echte“ Nachhaltigkeit entlang der gesamten Supply Chain ist am Markt noch selten zu finden.
  • Christoph Beumer
    Antwort von Dr. Christoph Beumer , Beumer Maschinenfabrik GmbH & Co. KG zu Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus? von Alexander Göhring | 1.12.2011, 10:29:00 RE: ( 4 ) Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus?

    Nachhaltigkeit wird häufig mit „Green“ gleichgesetzt – und findet dabei häufig auf Powerpoint-Ebene statt. Das ist aus meiner Sicht falsch. Nachhaltigkeit soll auch nicht ausschließlich von der Kostenseite betrachtet werden. Ökologische Aspekte, das heißt, wie kann ich Müll vermeiden oder wie kann ich Ressourcen schonen,...  mehr

    Nachhaltigkeit wird häufig mit „Green“ gleichgesetzt – und findet dabei häufig auf Powerpoint-Ebene statt. Das ist aus meiner Sicht falsch. Nachhaltigkeit soll auch nicht ausschließlich von der Kostenseite betrachtet werden. Ökologische Aspekte, das heißt, wie kann ich Müll vermeiden oder wie kann ich Ressourcen schonen, sind ebenfalls zu beachten. Auch Unternehmen, für die Mitarbeiter ein reiner Kostenfaktor sind, liegen falsch. Denn kein Unternehmen agiert im luftleeren Raum. Nur wenn Sozialfaktoren wie Gesundheit, Arbeits- und Produktsicherheit, Beschäftigungs- und Fertigungsbedingungen stimmen, ist eine langfristige und erfolgreiche Marktpräsenz möglich. Nachhaltigkeit heißt für uns also, ein Gleichgewicht zwischen ökologischem Anspruch, ökonomischem Erfolg und sozialer Verantwortung anzustreben. Erst dann ist eine „echte“ Nachhaltigkeit erreicht. Nachhaltiges Wirtschaften ist auch nicht nur Sache des Anwenders. Hier sind wir als Anbieter ebenfalls gefordert. Wir müssen unseren Kunden die Lösungen liefern, mit denen sie nachhaltig wirtschaften können. Bei vielen Unternehmen in unserer Branche findet hier gerade ein Umdenken statt. Wir müssen Materialverbrauch, Abfälle und Emissionen auf ein Minimum reduzieren, Transportwege und Verpackungen optimieren. Aber auch Arbeitsplätze sind zum Beispiel ergonomisch zu gestalten.
  • Dieter Jahn
    Antwort von Dieter Jahn , Vanderlande Industries GmbH zu Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus? von Alexander Göhring | 19.10.2011, 11:27:27 RE: ( 3 ) Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus?

    Echte Nachhaltigkeit wird langfristig nur von echten Überzeugungstätern kommen. Dies versuchen wir auch zu fördern. Mit dem Slogan „ Transparenz fördert Engagement“ versuchen wir auch in dem Fakten getriebenen Umfeld das Auge des Betreibers zu sensibilisieren, indem wir diesem neben tiefgehenden Beratungen zu dem...  mehr

    Echte Nachhaltigkeit wird langfristig nur von echten Überzeugungstätern kommen. Dies versuchen wir auch zu fördern. Mit dem Slogan „ Transparenz fördert Engagement“ versuchen wir auch in dem Fakten getriebenen Umfeld das Auge des Betreibers zu sensibilisieren, indem wir diesem neben tiefgehenden Beratungen zu dem Thema auch nützliche Tools an die Hand geben. So haben wir zum Beispiel für unsere Anlagen ein Leitstand-Tool entwickelt, das den besagten Energieverbrauch mit den Durchsatzzahlen überlagert, darstellt und analysiert. Wie bei den ersten Kfz-Verbrauchsanzeigen in den 80er Jahren kann so eine Anzeige das Verhalten des Betreibers stark beeinflussen.
  • Jens Karolyi
    Antwort von Jens Karolyi , Interroll (Schweiz) AG zu Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus? von Alexander Göhring | 19.10.2011, 11:23:13 Überzeugende Beispiele Nachhaltigkeit in der Intralogistik

    Für uns bedeutet das Thema Nachhaltigkeit, langfristig so zu wachsen, dass dabei niemals die Stabilitaet ausser Kontrolle gerät oder Prozesse auf Kosten des Wachstums vernachlässigt werden. In unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum arbeiten wir daher nicht nur an der Entwicklung neuer und sparsamerer Motoren...  mehr

    Für uns bedeutet das Thema Nachhaltigkeit, langfristig so zu wachsen, dass dabei niemals die Stabilitaet ausser Kontrolle gerät oder Prozesse auf Kosten des Wachstums vernachlässigt werden. In unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum arbeiten wir daher nicht nur an der Entwicklung neuer und sparsamerer Motoren sondern analysieren Materialverträglichkeiten, neue Dichtungsmöglichkeiten, kombinieren verschiedene neuartige Wertstoffe und erhöhen so die Performance unserer Produkte. Ausserdem sind wir im ständigen Dialog mit Kunden und Anwendern, um deren Geschäftsmodelle noch besser zu verstehen und ihnen einen deutlich höheren Mehrwert zu bieten. Dadurch können wir unseren Kunden zukunftssichere Investitionen und einen langfristigen Nutzen garantieren – bei optimalem Einsatz der Resourcen. Ich meine hier nicht nur den Energieverbrauch unserer Motoren, sondern vor allem die Steigerung des Durchsatzes, Modernisierung und Retrofitprojekte für bessere Raumnutzung, sichere und ergonomischere Anlagen und hygienisch einwandfreie Fördertechnik für die Lebensmittelindustrie.
  • Peter Duss
    Antwort von Peter Duss , XELOG AG zu Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus? von Alexander Göhring | 19.10.2011, 11:12:54 RE:Wie sieht Nachhaltigkeit in der Intralogistik konkret aus?

    Optimierungsmassnahmen in der Intralogistik sind die Symbiose von schnell greifbarem Nutzen (z.B. effizientere und sicherere Kommissionierung, kürzere Wartezeiten beim Verlad) und längerfristigem Nutzen (z.B. polyvalenter Einsatz der Mitarbeiter im Lager, gesteigerte Kundenzufriedenheit, erhöhte Wettbewerbsfähigkeit...  mehr

    Optimierungsmassnahmen in der Intralogistik sind die Symbiose von schnell greifbarem Nutzen (z.B. effizientere und sicherere Kommissionierung, kürzere Wartezeiten beim Verlad) und längerfristigem Nutzen (z.B. polyvalenter Einsatz der Mitarbeiter im Lager, gesteigerte Kundenzufriedenheit, erhöhte Wettbewerbsfähigkeit durch gesteigerte Wirtschaftlichkeit). Dahinter steht immer das Bestreben, die Leistungsfähigkeit der Intralogistik nachhaltig zu steigern, also den langfristigen Nutzen nicht einem kurzfristigen Erfolg zu opfern. Ein Beispiel für echte Nachhaltigkeit ist anti-zyklisches Investieren: Wenn die Wirtschaft lahmt, investiert das Unternehmen in die Optimierung der betrieblichen Abläufe und der unterstützenden Infrastruktur, damit es fit ist, wenn die Wirtschaft wieder brummt. Unter Vollast bleibt dazu meist keine Zeit.
mehr