Mehr als 75 Prozent der Befragten aus dem mittleren und oberen Management erwarten deutliche Auswirkungen der Krise auf die deutsche Wirtschaft, die mehr als ein Jahr anhalten werden. Auftragsstornierungen, Zahlungsverzögerungen und den Verzicht auf Neuinvestitionen hat bereits die überwiegende Mehrheit der Logistikunternehmen zu verzeichnen. Dennoch sehen die meisten Befragten ihre eigene Lage deutlich positiver als die gesamtwirtschaftliche Situation. „Inwieweit diese Einschätzung den Tatsachen entspricht, bleibt ungeklärt. Wir gehen davon aus, dass in vielen Bereichen noch Akquisitionen aus dem Vorjahr bestehen und diese Unternehmen die Auswirkungen der Krise erst mit bis zu einem Jahr Verzögerung spüren werden“, erklärt Ralph Ehmann, Vorstand der IWL AG.
Die überwiegende Mehrheit der Befragten erwartet neben dem Verzicht auf Investitionen eine verstärkte Nachfrage nach Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Obwohl nur wenige Unternehmen angaben, in diesem Zusammenhang auf das Outsourcing von Teilleistungen zu setzen, wird hier das stärkste Wachstum vermutet.
Logistikunternehmen mit weniger als 5.000 Mitarbeitern sind kaum oder nur teilweise auf Krisen vorbereitet. „Wir raten dringend dazu, die eigene Bedarfssituation genau zu analysieren und spezifische Krisenpläne auszuarbeiten, die auch wirtschaftliche Notlagen berücksichtigen“, erläutert Logistikberater Ehmann.
Ausführliche Studienergebnisse hat die IWL AG in einem Management-Summary zusammengefasst, das unten zum Download bereit steht.
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