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Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

Stefan Hanusch
Frage von Stefan Hanusch, NetSkill AG zu Nachhaltigkeit in der Intralogistik | 2.8.2011, 14:29:34 Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?
Die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz haben nicht erst seit Fukushima an Bedeutung gewonnen. Auch die CeMAT hat frühzeitig auf Nachhaltigkeit und Energie-Effizienz gesetzt. Elektrogetriebene Gabelstapler, energieeffiziente Fördertechnik und wärmeisolierte Tore waren die Highlights der Messe. Hat sich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz also auch in der Intralogistik in der Breite als fundamentaler Wandel und echter Kunden-Nutzen durchgesetzt oder ist Nachhaltigkeit oft noch Marketing-Gag und alter Wein in neuen Schläuchen?
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  • Marc Zoellner
    Antwort von Dr. Marc Zoellner, HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 12.3.2012, 13:56:23 RE: ( 11 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Unter Berücksichtigung der ständig wachsenden Rohstoffpreise kann Energieeffizienz in der Intralogistik kein Marketing-Gag sein. Hier geht es um bares Geld. Heute sind Beleuchtung, Flurförderzeuge und IT-Technik die größten Energieverbraucher in einer Logistikhalle. Mit unseren Antriebsenergiesystemen leisten wir einen... mehr

    Unter Berücksichtigung der ständig wachsenden Rohstoffpreise kann Energieeffizienz in der Intralogistik kein Marketing-Gag sein. Hier geht es um bares Geld.
    Heute sind Beleuchtung, Flurförderzeuge und IT-Technik die größten Energieverbraucher in einer Logistikhalle.
    Mit unseren Antriebsenergiesystemen leisten wir einen wesentlichen Beitrag
    dazu die Energiekosten in der Ladestation zu senken. Wir können heute Ersparnisse von bis zu 30% nachweisen.
    Darüber hinaus verzeichnen wir seit zwei Jahren einen steigenden Beratungsbedarf seitens der Intralogistik für die effiziente Nutzung selbsterzeugter regenerativer Energie. Wir sind mit unseren Green Logistik-Konzepten, die wir auf der CeMAT vorgestellt haben, auf eine große Resonanz gestoßen.
  • Michael Wack
    Antwort von Michael Wack, IdentPro GmbH zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 1.3.2012, 10:56:54 RE: ( 10 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist positiv besetzt und daher im Marketing-Deutsch gerne verwendet. Tatsächlich schlummert bei vielen Unternehmen in der Intralogistik noch immenses Optimierungspotential. Da der Stellenwert der Ökologie allgemein gestiegen ist und auch das Wohl der Arbeitnehmer für einen attraktiven... mehr

    Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist positiv besetzt und daher im Marketing-Deutsch gerne verwendet. Tatsächlich schlummert bei vielen Unternehmen in der Intralogistik noch immenses Optimierungspotential. Da der Stellenwert der Ökologie allgemein gestiegen ist und auch das Wohl der Arbeitnehmer für einen attraktiven Arbeitgeber nicht unwichtig sein kann (Stichwort Alterspyramide), wird Nachhaltigkeit sicherlich eine immer wichtigere Rolle spielen. Für den Kunden macht es allerdings direkt keinen Unterschied, ob sein Auftrag unter Nutzung von Elektro- oder Dieselstaplern ausgeführt wird.
  • Toni H. Almert
    Antwort von Toni H. Almert, Almert Logistic Intelligence zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 27.2.2012, 17:34:23 RE: ( 9 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Ich bin der Meinung, dass Energieeffizienz schon vor Fukushima eine deutliche Anforderung für die Intralogistik war. Professionelle Ausarbeitungen berücksichtigen seit jeher bspw. für Fördertechnik auch den Energieverbrauch, desgleichen war und ist im Bereich der Flurförderzeuge eine längere Betriebsdauer zwischen den... mehr

    Ich bin der Meinung, dass Energieeffizienz schon vor Fukushima eine deutliche Anforderung für die Intralogistik war. Professionelle Ausarbeitungen berücksichtigen seit jeher bspw. für Fördertechnik auch den Energieverbrauch, desgleichen war und ist im Bereich der Flurförderzeuge eine längere Betriebsdauer zwischen den Ladevorgängen entscheidend für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einzelner Alternativen. Daher war die Anforderung zur effizienten Energienutzung aus dem Markt seit jeher gegeben, das Unglück in Fukushima verstärkte die Anforderung in der Breite, sodass die Entwicklung hin zu effizienten Energiemodellen beschleunigt wurde.
    Nachhaltige, d.h. lange Zeit beständige Systeme, stellen m.E. eine Gegenbewegung zur künstlich verkürzten Lebensdauer dar. Aufgrund der hohen Materialeinsatzkosten für Neuprodukte ist dieser Punkt stärker ins Bewusstsein gerückt, wobei hier kritisch unterschieden werden muss. Langlebige Systeme können leicht auch die Einführung von wirtschaftlichenen, ergieeffizienten Lösungen verzögern oder sogar verhindern. Sie könnten bspw. ein „nachhaltig konstruiertes“ Automobil aus den 60ern fahren und wären über den Treibstoffverbrauch zu aktuellen Preisen sicher nicht glücklich. Beide Aspekte, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind lebenswichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung, sollten aber nicht unbedacht als Schlagworte missbraucht werden.
  • Fritz Mayr
    Antwort von Fritz Mayr, CIM GmbH Logistik-Systeme zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 20.2.2012, 18:06:39 RE: ( 8 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Es gibt einen klaren Trend zur Energieeffizienz. Die vielen Initiativen bezüglich Green Logistik sind ein intelligenter Ansatz zum Einsparen von Ressourcen und zur Verhinderung von Verschwendung. Das ist kein Marketing Gag, sondern bringt auch einen Mehrwert. Das bringt Vorteile, die auch direkt in Einsparungen münden. Zum... mehr

    Es gibt einen klaren Trend zur Energieeffizienz. Die vielen Initiativen bezüglich Green Logistik sind ein intelligenter Ansatz zum Einsparen von Ressourcen und zur Verhinderung von Verschwendung. Das ist kein Marketing Gag, sondern bringt auch einen Mehrwert. Das bringt Vorteile, die auch direkt in Einsparungen münden. Zum Beispiel haben wir in unser WMS eine Intelligenz eingebaut, die dafür sorgt, dass Fördertechnik automatisch abgeschaltet wird, wenn kein Auftrag mehr kommt. Weiter haben wir Messzahlen entwickelt, die den CO2-Ausstoss eines Lagers aus den Bewegungen der Stapler und der Paletten berechnen.
  • Dipl. -Ing. Volker Reiser
    Antwort von Dipl. -Ing. Volker Reiser, LOG GmbH zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 15.2.2012, 15:45:05 RE: ( 7 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ist fest in der Intralogistik verankert und auch verstanden worden. Selbstverständlich besteht immer noch Verbesserungspotential. Das Ganze als Marketing-Gag zu bezeichnen wäre aus unserer Sicht fahrlässig. Die Energieeffizienz wird in naher Zukunft noch deutlich an Bedeutung... mehr

    Das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ist fest in der Intralogistik verankert und auch verstanden worden. Selbstverständlich besteht immer noch Verbesserungspotential. Das Ganze als Marketing-Gag zu bezeichnen wäre aus unserer Sicht fahrlässig. Die Energieeffizienz wird in naher Zukunft noch deutlich an Bedeutung gewinnen.
  • Peter Giesekus
    Antwort von Peter Giesekus, TIS Technische Informations- Systeme GmbH zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 8.2.2012, 14:48:40 RE: ( 6 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Nachhaltigkeit spielt schon seit langem eine große Rolle. Konsequente Papiervermeidung, schlanke Prozesse durch integrierte Transponder und Videocontrolling, optimierte Touren und Huboptimierung sowie Auslastungsoptimierung der Verkehrsträger spielen bei TIS Projekten schon lange eine zentrale Rolle. Dabei waren die... mehr

    Nachhaltigkeit spielt schon seit langem eine große Rolle. Konsequente Papiervermeidung, schlanke Prozesse durch integrierte Transponder und Videocontrolling, optimierte Touren und Huboptimierung sowie Auslastungsoptimierung der Verkehrsträger spielen bei TIS Projekten schon lange eine zentrale Rolle. Dabei waren die treibenden Kräfte in der Vergangenheit sicher mehr ökonomischer Natur als ökologisch bedingt. Es ist nicht zu leugnen, dass auch Marketingaspekte eine zunehmende Bedeutung haben. Wenn diese Aspekte sich trotzdem rechnen ist das eine perfekte Synergie.

  • Markus Meißner
    Antwort von Markus Meißner, AEB GmbH zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 9.12.2011, 16:13:22 RE: ( 5 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Die Intralogistik mit Lagern und Logistikzentren ist nach Produktion, Verkaufsflächen und Transport der vierte große Energieverbraucher in der Supply Chain. Wenn es Unternehmen ernst meinen mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Logistik, werden sie es sich über kurz oder lang nicht erlauben können, diesen Bereich zu... mehr

    Die Intralogistik mit Lagern und Logistikzentren ist nach Produktion, Verkaufsflächen und Transport der vierte große Energieverbraucher in der Supply Chain. Wenn es Unternehmen ernst meinen mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Logistik, werden sie es sich über kurz oder lang nicht erlauben können, diesen Bereich zu vernachlässigen. Dass entsprechende Maßnahmen in der Regel auch ein positives Image fördern und mit Effizienzgewinnen sowie Kosteneinsparungen verbunden sind, beschleunigt natürlich die Akzeptanz bei den Verantwortlichen. Bisher nehmen aber vor allem Großkonzerne beim Thema Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle ein.
  • Christoph Beumer
    Antwort von Dr. Christoph Beumer, BEUMER Group GmbH & Co. KG zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 1.12.2011, 10:37:47 RE: ( 4 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Nachhaltigkeit spielt für den langfristigen Erfolg von Unternehmen eine wesentliche Rolle. Wir legen deshalb bei unseren Entwicklungen besonderen Wert darauf. Denn Fragen wie „Wie hoch sind die Betriebskosten?“, „Wie hoch ist der Energieverbrauch?“, „Wie viele und welche Rohstoffe werden verbraucht“ und „Wie sind... mehr

    Nachhaltigkeit spielt für den langfristigen Erfolg von Unternehmen eine wesentliche Rolle. Wir legen deshalb bei unseren Entwicklungen besonderen Wert darauf. Denn Fragen wie „Wie hoch sind die Betriebskosten?“, „Wie hoch ist der Energieverbrauch?“, „Wie viele und welche Rohstoffe werden verbraucht“ und „Wie sind die Arbeitsbedingungen für den Bediener der Anlage?“ werden für Unternehmen immer wichtiger. Gerade jetzt bei immer weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadebatte – wie auch der demografischen Entwicklung. Das Thema Nachhaltigkeit stellt für die Intralogistik eine ganz besondere Herausforderung dar. Eine Herausforderung, die wir Anbieter meistern müssen.
  • Dieter Jahn
    Antwort von Dieter Jahn, Vanderlande Industries GmbH zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 19.8.2011, 13:36:33 RE: ( 3 ) Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing?

    Vanderlande Industries hat in den vielen Jahren der Betrachtung des Themas Energieeffizienz in der Intralogistik sehr genau die Stellschrauben ermittelt, die letztendlich zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauches und somit der Betriebskosten führen können. Einen großen Anteil bildet dabei sicherlich die Optimierung... mehr

    Vanderlande Industries hat in den vielen Jahren der Betrachtung des Themas Energieeffizienz in der Intralogistik sehr genau die Stellschrauben ermittelt, die letztendlich zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauches und somit der Betriebskosten führen können.
    Einen großen Anteil bildet dabei sicherlich die Optimierung der Systemkomponenten. Mit den effizienzoptimierten Vanderlande-Produkten GreenVeyor und BlueVeyor haben wir bereits eine sehr bedeutende Steigerung der Effizienz um 30-40% erzielt. Darüber hinaus sind die Erkenntnisse aus dieser mehrjährigen Produktentwicklung zu einem großen Teil in die neue Vanderlande .MFördererserie eingeflossen und effizienzsteigernde Steuerungsverfahren kontinuierlich weiterentwickelt worden. Somit kann man Vanderlande Industries betreffend sagen, dass zum Thema Nachhaltigkeit eine erhebliche Substanz vorhanden ist.
    Eine der großen Stellschrauben haben wir jedoch nur bedingt in der Hand. Schon seit Jahren stellen wir fest, dass intralogistische Anlagen oftmals überdimensioniert ausgelegt werden. Das heißt, die veranschlagte Systemleistung wird über weite Teile des Betriebes nicht ausgenutzt. Betrachtet man nun den Energieverbrauch bezogen auf den Durchsatz, so stellt man sehr schnell fest, dass sich bei der Reduzierung des Durchsatzes der spezifische Verbrauch deutlich verschlechtert. Man könnte auch sagen, der Wirkungsgrad wird dann sehr schlecht.
    Trotz teils hoher Ansprüche der Energieeffizienz an den OEM, sind hier die Betreiber oft nur bedingt gesprächsbereit, an dieser Stelle Kompromisse einzulogistics. de Seite 3 gehen oder auch eine homogenere Auslastung aus organisatorischer Sicht zu realisieren.
    Dies erweckt häufig den Eindruck, dass derzeit in der Realität „grün“ noch ganz weit hinter den betriebswirtschaftlichen Belangen angesiedelt ist.
  • Jens Karolyi
    Antwort von Jens Karolyi, Interroll (Schweiz) AG zu Nachhaltigkeit: Fundamentaler Wandel oder Marketing? von Stefan Hanusch | 10.8.2011, 9:34:28 Marketing Gag, alter Wein oder fundamentaler Wechsel?

    Zunächst einmal geht es ja um die Verständnisfrage. Was ist denn eigentlich Nachhaltigkeit und wie kann die interne Logistik darauf einzahlen? In einem anderen Vergleich war zu lesen, dass oft die direkten Einflüsse einer bestimmten Branche gerade 2-3% Wirkung zeigen können, wobei die indirekten, also die Einflüsse, die durch... mehr

    Zunächst einmal geht es ja um die Verständnisfrage. Was ist denn eigentlich Nachhaltigkeit und wie kann die interne Logistik darauf einzahlen? In einem anderen Vergleich war zu lesen, dass oft die direkten Einflüsse einer bestimmten Branche gerade 2-3% Wirkung zeigen können, wobei die indirekten, also die Einflüsse, die durch enstprechende Massnahmen in der Produktion und bei der Prozessoptimierung einen Mehrwert für die Gesamtheit herstellen, dann für die restlichen 97-98% stehen können. Ein Beispiel: Wir haben bereits einige unserer Werke nach ISO 14001 zertifizieren lassen und haben ganz systematisch Kaizen eingeführt. Dies hat bei uns zu erheblichen Verbesserungen im Ablauf geführt, zuletzt aber unsere Kunden und dann deren Geschäftsmodell nachhaltig optimiert. Der Erfolg unserer Bestrebungen funktioniert also wie ein Multiplikator, ist also noch deutlicher bei den Anwendern zu finden, die just-in-time beliefert werden, eine hohe Varianz bei grösster Qualität und dadurch wenig Verschwendung, Wartezeit und überflüssige Wege zu verbuchen haben – alles Dinge, die für uns Nachhaltigkeit bedeuten. Das Thema Outsourcing gehört übrigens auch dazu.
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