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Technische und logistische Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Verkehre über die deutschen und österreichischen Donauhäfen

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Technische und logistische Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Verkehre über die deutschen...
Abstract / Inhalt:
Im Rahmen der Studie Donau-Logistik wurden Potenziale und Konzepte zur Stärkung der Binnschifffahrt auf den deutschen und österreichen Donauhäfen erarbeitet. Wesentliche Bestandteile der Studie waren eine Statusaufnahme der Donauhäfen und eine Potenzialabschätzung der Verkehre. Darauf aufbauend wurden Konzepte für den kombinierten Ladungsverkehr und Massengutverkehre erarbeitet und wirtschaftlich bewertet.
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Abschlussbericht_Studie_Donau_Logistik.pdf
                      fml • Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluß Logistik
                                   Univ.-Prof. Dr.-Ing. Willibald A. Günthner
                                          Technische Universität München




              Studie
           Donau-Logistik

Technische und logistische Maßnahmen zur
 weiteren Entwicklung der Verkehre über die
deutschen und österreichischen Donauhäfen




           - Abschlußbericht -
          Studie Donau-Logistik
Technische und logistische Maßnahmen zur
 weiteren Entwicklung der Verkehre über die
deutschen und österreichischen Donauhäfen


                  - Abschlußbericht -

                    Untersuchung im Auftrag
     des Freistaats Bayern, vertreten durch das Bayerische
   Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie,
  des Arbeitskreises Deutsche und Österreichische Donauhäfen
              und der EHG Ennshafen Ges.m.b.H.



    Herausgeber:         Univ.- Prof. Dr.- Ing. W. Günthner

    Projektleitung:      Dr.- Ing. Heiko Segerer
    Bearbeitung:         Dr.- Ing. Heiko Segerer
                         Dipl.- Ing. Markus Heinecker


      LSR • Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluß Logistik
                Technische Universität München
                       Boltzmannstraße 15
                  85748 Garching bei München



              Garching bei München, April 2001
                                                                                          Inhaltsverzeichnis



Inhaltsverzeichnis


1   Einleitung ..................................................................................              1


2   Konzeption der Untersuchung ................................................                               4


3   Grundlagen und Begriffe ..........................................................                         8
    3.1 Werkshäfen und öffentliche Binnenhäfen.............................                                    8
    3.2 Binnenschiffe; Selbstfahrer und Verbandstrukturen ............. 10
    3.3 Transportkette...................................................................... 13
          3.3.1      Komponenten der Transportkette............................................                13
          3.3.2      Klassifizierung von Transportketten ........................................              14
    3.4 Transportgüter und typische Transportketten....................... 16
          3.4.1      Massengutverkehr...................................................................       17
          3.4.1.1 Schüttgüter..............................................................................    17
          3.4.1.2 Stückgüter ..............................................................................    19
          3.4.1.3 Tankgüter ................................................................................   21
          3.4.2      Containerverkehre...................................................................      22
          3.4.3      Ro-Ro-Verkehr ........................................................................    26


4   Statusaufnahme Häfen ............................................................. 28
    4.1 Hafen Kelheim .................................................................... 30
    4.2 Staatshäfen Regensburg und Passau.................................. 36
    4.3 Hafen Straubing ................................................................... 43
    4.4 Hafen Deggendorf................................................................ 48
    4.5 Hafen Linz............................................................................ 54
    4.6 Hafen Enns-Ennsdorf........................................................... 60
    4.7 MIERKA Donauhafen Krems................................................ 66

                                                                                                                I
                                                                                   Inhaltsverzeichnis


5   Rahmenbedingungen der Wasserstraßen .............................. 72
    5.1 Abmessungen von Fahrzeugen und Verbänden .................. 72
    5.2 Fahrrinnentiefen................................................................... 75
    5.3 Brückendurchfahrtshöhen .................................................... 80
    5.4 Witterungsbedingte und sonstige Restriktionen ................... 81


6   Analyse des Verlagerungspotentials....................................... 83
    6.1 Verlagerungspotentiale für die bayerischen Donauhäfen ..... 90
    6.2 Verlagerungspotentiale der österreichischen Donauhäfen ... 94
    6.3 Verlagerungspotentiale spezifischer Verkehrsformen .......... 100
    6.4 Zusammenfassendes Ergebnis der Potentialuntersuchung 104


7   Marktbetrachtungen für die Binnenschiffahrt ........................ 106
    7.1 Kostenstruktur wasserstraßengestützter Transportketten .... 106
         7.1.1     Kosten des Binnenschiffbetriebs (Hauptlauf) .......................... 107
         7.1.2     Schiffahrtsabgaben ................................................................. 114
         7.1.3     Binnenhafen- und Umschlagkosten......................................... 116
         7.1.4     Kosten des Vor- und Nachlaufs............................................... 119
    7.2 Marktbefragung.................................................................... 121


8   Technische und logistische Maßnahmen................................ 135
    8.1 Ausgangsbasis der Konzeptentwicklung .............................. 135
    8.2 Konzeptionelle Ansätze im Bereich von west-
         und ostorientierten Massenguttransporten ........................... 139
         8.2.1     Massengut-Westverkehre ....................................................... 139
         8.2.2     Massengut-Ostverkehre .......................................................... 161
    8.3 Technische und logistische Maßnahmen für die
         Entwicklung von Container- und Ro-Ro-Verkehren .............. 165
         8.3.1     Übersee-Containerverkere ...................................................... 165


                                                                                                         II
                                                                           Inhaltsverzeichnis


           8.3.2    Ro-Ro- und sonstige Behälterverkehre ................................... 195


9    Zusammenfassung ................................................................... 201


10 Literaturverzeichnis .................................................................. 204




A    Anhang




                                                                                             III
                                                                          1 Einleitung



1     Einleitung

Angesichts zunehmender Engpässe des Straßen- und Schienennetzes ist es von
besonderer Bedeutung, künftig auch bestehende Leistungsreserven der Wasser-
straßen verstärkt für den Gütertransport zu nutzen. Dies kann insbesondere für
Wasserstraßen abseits der Rheinregion wie den bayerisch-österreichischen
Donauraum gelten, der eine Schnittstellenfunktion zwischen Westeuropa und den
Reformstaaten Mittel- und Osteuropas wie Ungarn, Slowakei, Rumänien und
Bulgarien einnimmt.


Neben der Entwicklungsperspektive für den Donauraum durch die Öffnung der
Grenzen nach Osteuropa ist mittelfristig auch im Hinblick auf die Erweiterung des
EU-Binnenmarktes von einem erheblichen Potential an Güterfernverkehren auszu-
gehen, das auf der Wasserstraße Donau transportiert werden könnte. Eine aktuell
abgeschlossene Untersuchung für den bayerischen Donaukorridor kommt hier zu der
Einschätzung, daß ausgehend vom Basisjahr 1994 die Verkehrsmenge der drei
Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße bis zum Jahr 2015 von 27,23
Mio. t auf 68,22 Mio. t und damit um ca. 150 % weiter drastisch anwachsen wird [ifo-
99]. Die Fragestellung, welche Rolle die Schiffahrt in diesem Szenario spielen kann
und wird, steht dabei seit geraumer Zeit im Mittelpunkt einer kontroversen Diskussion
um den vollständigen Ausbau der bayerischen Donau (vgl. Abbildung 1-1).


Im September 1992 wurde das letzte Teilstück des Main-Donau-Kanals eröffnet und
so   generell   eine        durchgehende   Wasserstraßenverbindung     zwischen    der
Donauregion und Wirtschaftsregionen des Rheins sowie der Anschluß an die
Seehäfen der ARA-Region (Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam) geschaffen. Ein
wesentlicher Engpaß auf der bayerischen Donau zwischen Straubing und Vilshofen
(vgl. Abbildung 1-2) blieb aber bislang bestehen. Häufig auftretende Niedrig-
wasserereignisse       in     diesem   Bereich   behindern   den     Schiffahrtsbetrieb




                                                                                     1
                                                                           1 Einleitung



  Mio. t
  45

  40

  35

  30

  25

  20

  15

  10

   5

   0
            Binnenschiffahrt            Eisenbahn                    Lkw

                                          1994   2015



Abb. 1-1: Entwicklung des Güterverkehrs entlang des bayerischen Donaukorridors
           zwischen Straubing und Vilshofen; Angaben in Mio. t pro Jahr [ifo-99]




Abb. 1-2: Bundeswasserstraße Donau mit Niedrigwasserabschnitt zwischen
           Straubing und Vilshofen [BDS-4/99]



                                                                                     2
                                                                        1 Einleitung


und werden so oftmals als wesentliches Hemmnis für weitere Verkehrsverlagerungen
auf die Wasserstraße diskutiert.

Lesen Sie weiter im PDF
Abschlussbericht_Studie_Donau_Logistik_Anhang.pdf
                Anhang I




Zuordnung von Schütt-, Stück- und Tankgut
 Güter   Bezeichnung                              Ladungsform
  Nr.
0        Landw. Erzeugnisse
01       Getreide                                 Schüttgut
02       Kartoffeln                               Stückgut
04       Spinnstoffe/ tex. Abfälle                Stückgut
05       Holz und Kork                            Stückgut
06       Zuckerrüben                              Stückgut
09       Sonstige pl. Rohstoffe                   Stückgut

1        Nahrungs- und Futtermittel
11       Zucker                                   Stückgut
12       Getränke                                 Stückgut
13       Genuß- und Nahrungsmittelzubereitungen   Stückgut
14       Fleisch/Fisch etc.                       Stückgut
16       Getreide-/Obsterzeugnisse etc.           Stückgut
17       Futtermittel                             Schüttgut
18       Ölsaaten, tierische Fette etc.           Stückgut

2        Feste mineral. Brennstoffe
21       Steinkohle und –Briketts                 Schüttgut
22       Braunkohle, Torf                         Schüttgut
23       Steinkohlen- und Braunkohlenkoks         Schüttgut

3        Erdöl, -erzeugnisse
31       Rohes Erdöl                              Tankgut
32       Kraftstoffe, Heizöl                      Tankgut
33       Natur-, Raffineriegase                   Tankgut
34       Mineralölerzeugnisse                     Tankgut

4        Erze und Metallabfälle
41       Eisenerze                                Stückgut
45       NE-Erze                                  Stückgut
46       Eisenabfälle                             Stückgut

5        Eisen, Stahl etc.
51       Roheisen                                 Stückgut
52       Stahlhalbzeug                            Stückgut
53       Stab- und Formstahl                      Stückgut
54       Stahlblech und Bandstahl                 Stückgut
55       Rohre/Gießereierzeugnisse                Stückgut
56       NE-Metalle                               Stückgut
6        Steine und Erden
61       Sand, kies                                    Schüttgut
62       Salz, Schwefel,-Kies                          Schüttgut
63       Andere Steine- und Erden                      Schüttgut
64       Zement, Kalk                                  Schüttgut
65       Gips                                          Schüttgut
69       Sonstige mineralische Baustoffe, ausg. Glas   Stückgut

7        Düngemittel
71       Nat. Düngemittel                              Schüttgut
72       Chem. Düngemittel                             Schüttgut

8        Chemische Erzeugnisse
81       Chemische Grundstoffe                         Tankgut
82       Aluminiumoxid, -hydroxid                      Tankgut
83       Benzol, Teer                                  Tankgut
84       Zellstoff, Altpapier                          Stückgut
89       Andere chem. Erzeugnisse                      Tankgut

9         Sonstige Transportgüter
91        Fahrzeuge                                    Stückgut
92        Landwirtschaftliche Maschinen                Stückgut
93        Elektronische Erzeugnisse                    Stückgut
94        Baukonstruktionen aus Metall, EBM-Waren      Stückgut
95        Glaswaren                                    Stückgut
96        Leder, Textilien                             Stückgut
97        Sonstige Halb- und Fertigwaren               Stückgut
99        Besondere Transportgüter                     Stückgut
Quelle: [LUB-94], [Seg-99]
                 Anhang II




Prognose der Containerisierungsgrade bis 2010
                  [Plan-98]
               Anhang III




Brückendurchfahrtshöhen im Bereich Main,
     Main-Donau-Kanal und Donau
Main:

Die geringste Durchfahrtshöhen unter den Brücken des Mains und des Main-Donau-
Kanals bis zum Unterwasser der Schleuse Bamberg beträgt bei HSW 6,40 m.
Ausnahmen bilden nachstehende dreizehn Brücken [Wes-00]:



Brücke                        Main-    Höhe in Höhe in

                              bzw.     m über     m über

                              MDK-km   HSW        Normalstau

Straßenbrücke „Alte Brücke“   35,65    6,29       8,11

Eisenbahnbrücke Hanau         56,37    5,93 ↑     7,51 ↑

                                       6,15 ↓     7,73 ↓

Straßenbrücke Hanau           56,39    6,07       7,73

Straßenbrücke Auheim          59,56    4,39       6,85

Schleusensteg Kleinostheim    77,73    6,11       10,05

Eisenbahnbrücke Wörth         109,86   6,34       8,86

Ludwigsbrücke                 179,79   6,24 ↑     7,57 ↑

Marktheidenfeld                        7,31 ↑ *   8,64 ↑ *

                                       6,04 ↓     7,37 ↓

                                       7,31 ↓ *   8,64 ↓ *

Alte Mainbrücke Würzburg      252,32   5,30       7,38

                                       7,36 *     9,44 *

Straßenbrücke Segnitz         277,29   6,26       6,71

                                       6,44 *     6,89 *

Neue Marxbrücke Schweinfurt   332,63   6,27       6,41

                                       6,85 *     6,99 *

Wegbrücke Limbach             367      6,28       8,63
Löwenbrücke Bamberg             4,82        5,49       6,50

Kettenbrücke Bamberg            5,15        5,53       6,58

                                            6,05 *


* Bogenbrücke, Werte mit Stern sind Höhen im Brückenscheitel.

↑/↓: Berg-/Talfahrt



Main-Donau-Kanal:
Die Durchfahrtshöhe unter den Brücken des Main-Donau-Kanals oberhalb der
Schleuse     Bamberg       beträgt     6   m,   kann     sich    aber   durch   wechselnde
Wassereinspeisung, Schleusungswellen, Windstau und Hochwasser verringern
[Wes-00].


Donau:
Für den Bereich Kelheim bis Regensburg beträgt die Mindestdurchfahrtshöhe 6,40 m
über HSW. Ausnahmen bilden die nachfolgenden Brücken [Wes-00]:




Brücke                                                 Höhe in

                                                       m über

                                           Donau-km HSW

Sraßenbrücke Kelheim *                     2414,25     5,25

Europabrücke Kelheim *                     2412,72     6,35

Einmündung des Main-Donau-Kanals 2411,54

Straßenbrücke Stadtamhof                   2379,56     5,94


* Brücken liegen in dem ca.3 km langen Bereich vom Beginn der
   Bundeswasserstraße bis zur Kanal-Einmündung. Die hier ange-
   gebenen Durchfahrtshöhen sind für die maßgebenden Rhein-Donau-
   Verkehre ohne Belang.
Die   Mindestdurchfahrtshöhe        der   Brücken     im      Abschnitt   Regensburg   bis
Bundesgrenze bei Jochenstein beträgt 7,50 m über HSW. Ausnahmen bilden
folgende Brücken [Wes-00]:


Brücke                                               Höhe in

                                                     m über

                                          Donau-km HSW

Nibelungenbrücke                Nordarm 2378,39      6,73

(Regensburg)

Nibelungenbrücke Südarm (Regensburg)      2378,45    6,48

Eisenbahnbrücke             Schwabelweis 2376,82     6,07

(Regensb.)

Straßenbrücke Pfatter                     2353,04    5,74

                                                     8,41 *

Eisenbahnbrücke Bogen                     2311,27    5,02

Eisenbahnbrücke Deggendorf                2285,87    4,73

Straßenbrücke Deggendorf                  2284,59    7,30

Kranbrücke Kachlet (Passau)               2230,63    6,67

Eisenbahnbrücke Steinbach                 2230,28    6,35

Luitpoldbrücke Passau                     2225,75    4,61

                                                     6,03 *


* Bogenbrücke, Werte mit Stern sind Höhen im Brückenscheitel.




Die Mindestdurchfahrtshöhe der Brücke im Bereich Jochenstein (Staatsgrenze
Deutschland-Österreich) bis zur Donaumündung ins Schwarze Meer beträgt 7,50 m
über HSW; sie wird von folgenden Brücken unterschritten [Wes-00]:
Brücke                                      Höhe in

                                            m über

                                  Donau-km HSW

Eisenbahnbrücke Linz              2133,83   7,42

Hafeneinfahrt Voest, Linz         2127,16   6,65

Straßenbrücke Bratislava          1868,14   6,70

Margarethenbrücke, Budapest       1648,75   6,70

Szechenybrücke, Budapest          1647,00   7,30

Marschall-Tito-Brücke, Novi Sad   1255,00   z.Z. Zerstört
                  Anhang IV




Rahmenbedingungen der bayerischen Wasserstraßen
                     Anhang V




Abmessungen der Schubverbände auf dem für bayerische
   Wechselverkehre relevanten Abschnitt des Rheins
                      [Sch-97]
Abmessungen der Schubverbände auf dem für bayerische Wechselverkehre
relevanten Abschnitt des Rheins:



Binnenschiffahrtsstraße Rhein                                           Länge [m] Breite [m]


Km 496,63 (Einmündung Main) bis km 540,20 (Lorch)

-   In der Berg- und Talfahrt                                           186,50      22,90

-   In der Talfahrt wahlweise                                           153         34,35 1)

Km 540,20 bis km 556,00 (St.

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