Reduzierung von
Auslaufrestbeständen
Dipl.-Wi.-Ing. Patrick Holtsch
Dipl.-Ing. Dipl. Kfm. Jan H. Klußmann
Hannover, 10. Februar 2006
Inhaltsverzeichnis
■ Ausgangssituation
■ Zielsetzung
■ Methodischer Lösungsansatz zur Reduzierung
der Auslaufrestbestände
■ Softwaretechnischer Demonstrator
■ Steuerung des geplanten Auslaufs
■ Zusammenfassung
Auslaufplanung, 02.02.06
2 IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH
Ausgangssituation
■ Kürzer werdende Innovationszyklen verursachen häufige Produkt-,
Baugruppen- und Einzelteilausläufe.
■ Verbleib von signifikanten Restbeständen, da in der Praxis wenig
systematische Auslaufplanung.
■ Auftreten von Fehlteilsituationen in der Auslaufphase und im
Ersatzteilgeschäft.
Hohes Potenzial zur Kosteneinsparung und Verbesserung der
Prozesssicherheit
■ Hohe Komplexität der Auslaufplanung begründet durch:
- zu berücksichtigende produktions- und beschaffungslogistische Aspekte,
- mehrstufige Stücklistenstrukturen,
- Mehrfachverwendung der Baugruppen und Einzelteile,
- unterschiedliche Wertigkeit von ggf. später nicht mehr verwendbaren
Teilen.
Auslaufplanung, 02.02.06
■ Keine wissenschaftliche Betrachtung vorhanden.
3 IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH
Zielsetzung
■ Entwicklung eines modellbasierten Hilfsmittels zur:
- Reduzierung der restbestandsinduzierten Kosten,
- Gewährleistung der logistischen Prozesssicherheit und Risiko-
abschätzung im Rahmen von Produkt-, Baugruppen- und
Einzelteilausläufen,
- Identifikation und Festlegung von aus logistischer Sicht geeigneten
Auslaufterminen.
■ Hohe Integrationsfähigkeit in bestehende Abläufe:
- Grundlage zur Implementierung eines Geschäftsprozesses zur
Auslaufplanung,
- Unterstützung bei der Identifikation von nachzuführenden
Auslaufplanung, 02.02.06
PPS-Parametern,
- Systemneutrale Anbindung an die bestehende
Informationstechnologie.
4 IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH
Methodischer Lösungsansatz (1/6)
■ Die Planung des Auslaufs erfolgt in sechs Schritten
1 2
Vorgabe eines Zeitfensters für Ermittlung betroffener
den Auslauf eines Produktes Komponenten
Ermittlung der zu erwartenden
Restbestände 3
Produkt Baugruppe
M M
M M
tAus tAus
tAus
Einzelteil
M t
Zeitfenster M 0t0
M
tAus
tAus
t tAus
Ermittlung resultierender
Restbestandskosten 4 Gegenüberstellung entschei-
dungsrelevanter Kriterien 5 Wahl des Auslaufzeitpunktes 6
KRB
KRB
K*
Δ Ka Δ Kb
?
KRB* ta t* tb tAus
Auslaufplanung, 02.02.06
KSonst c
Nutzen b
a
t* tAus tAus tAus
5 IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH
Methodischer Lösungsansatz (2/6)
■ Bestimmung aller im Rahmen eines Auslaufs
Vorgabe eines Zeitfensters für
den Auslauf eines Produktes 1 zu erwartenden Restbeständen an Baugruppen
und Einzelteilen in Abhängigkeit vom
Menge
möglichen Produktauslauftermin (tAus)
■ Festlegung des Servicegrads für das
Zeitfenster
Ersatzteilgeschäft und der daraus
resultierenden Bestände
Zeit
Identifikation der vom Produktauslauf
2
Ermittlung betroffener
Komponenten
betroffenen Baugruppen und Einzelteile
entlang der Stücklistenstruktur.
Produkt
Überprüfung, inwieweit die vom Auslauf
BG 1 BG 2 betroffenen Baugruppen und Einzelteilen in
Auslaufplanung, 02.02.06
anderen, nicht betroffenen Produkten
E1 E2 E3 E1 E2
Verwendung finden (mit Hilfe des
BG=Baugruppe – E=Einzelteil Auslaufkoeffizienten).
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