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Kellerkind statt König - Studie fördert Dialog mit Fernfahrern

 
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Von früh bis spät auf Tour, zuhause bist du selten nur, singt Jonny Hill in seinem Schlager »King of the Road«. Die früheren Könige der Landstraße sind heute jedoch eher Menschen zweiter Klasse. Kein Parkplatz an der Autobahn, rauer Umgangston an der Rampe, Druck durch enge Termine. Die BTK Befrachtungs- und Transportkontor GmbH gibt mit der Studie »Mensch am Steuer« Einblick in den Alltag und die Wünsche von Berufskraftfahrern.

Laut einer Erhebung des Bundesministeriums für Verkehr fehlen bis zum Jahr 2015 rund 30.000 LKW-Stellplätze. Die vom Ministerium bis dahin eingeplanten Mittel von 260 Millionen Euro reichen aber nur für 11.000 LKW-Parkplätze. Eine Besserung ist also so schnell nicht zu erwarten, weiterhin werden viele Fernfahrer an unwürdigen und unsicheren Plätzen parken müssen, um überhaupt schlafen zu können. Unwürdige Arbeitsbedingungen Mit dem Titel »Mensch am Steuer« gibt die interne Umfrage der BTK mit 113 beantworteten Fragebögen konkrete Hinweise auf Verbesserungspotenziale bei Transportunternehmern, Verladern und Infrastruktur. Denn drei Viertel der Fahrer bestätigen, dass ihr Beruf in der Öffentlichkeit kein hohes Ansehen besitzt. Einer der wesentlichen Gründe dafür sind die mäßigen Arbeitsbedingungen. Trotzdem üben 94 Prozent ihren Beruf gerne aus und 69 Prozent empfehlen ihn generell weiter, trotz der Bedingungen. Denn Parkplatzmangel und Staus auf Deutschlands Autobahnen beeinträchtigen rund 90 Prozent der Fahrer. Doch der wirksamste Stellhebel für die Zufriedenheit im Job ist der Umgang im zwischenmenschlichen Bereich, beim Be- und Entladen an der Rampe, beim Verlader und im eigenen Unternehmen.

Der Ton macht die Musik Kündigungsgrund Nummer 1 ist für jeden dritten Berufskraftfahrer entweder das Arbeitsklima oder die Art der Disposition beim Arbeitgeber. Mit jeweils 39 Prozent rangieren das schlechte Betriebsklima mit unfreundlichem Umgang und knapper oder unlogischer Disposition auf den ersten beiden Plätzen der Rangliste, gefolgt von 35 Prozent der Fahrer, die wegen dem großem Druck die Lenk- und Ruhezeiten zu missachten, zur BTK gewechselt haben. In einer offenen Frage zeigt sich, dass jeder zweite Fahrer schlechte Erfahrungen mit früheren Arbeitgebern besitzt. Sie beschreiben mit Aussagen wie »Gemecker, kein Bitte und Danke, patzig, ruppig oder heftig« den weit verbreiteten unfreundlichen Umgangston. Ebenso berichtet jeder Zweite mit Aussagen wie »absolutes Ignorieren« über »Nötigung« bis zu »meistens musste in der Ruhezeit entladen werden« von krasser Missachtung der Lenk- und Ruhezeiten oder von unlogischer, schlechter Tourenplanung bei früheren Arbeitgebern.

Appell an alle Beteiligten Auch an der Rampe beim Kunden vermissen zwei Drittel der Fahrer einen freundlichen, respektvollen Umgang miteinander. Zudem wünschen sich 44 Prozent effizientere Prozesse für schnellere Abfertigungs- und kürzere Wartezeiten bei verladenden Unternehmen. »Mit unserem eigenen Fuhrpark und festangestellten Fahrern haben wir wesentliche Grundlagen für gute Arbeitsbedingungen und damit für die Qualität unserer Transportdienstleistung geschaffen«, sagt Franz Weiss, Geschäftsführer und Personalleiter der BTK. »Bei uns ist der Fahrer nicht ein Teil des Sattelzuges sondern ein Mensch. Nach dieser Devise gestalten wir die Schnittstellen zu unseren Fahrern und setzen uns auch bei unseren Kunden für bessere Bedingungen ein. Die Resonanz am Arbeitsmarkt sowie die Ergebnisse der Studie bestätigen diese Strategie.«

Mit freundlicher Genehmigung der BTK.

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