Innovationsanzeiger 2006: Deutschland weiter Spitze
Heinz Zourek
Ende Februar hat die Europäische Kommission die neuesten Ergebnisse des Innovationsanzeigers 2006 veröffentlicht (European Commission 2006a). Der Bericht enthält eine Reihe durchaus positiver Nachrichten, nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Europäische Union (EU) insgesamt:
- Die Schere zwischen Europa und den Vereinigten Staaten scheint sich allmählich zu schließen. Europa hat bei einer Reihe wichtiger Indikatoren, darunter vor allem im Bereich der Bildung sowie der privaten Forschungsausgaben, deutlich aufgeholt. Darin spiegeln sich die verstärkten Anstrengungen der Mitgliedstaaten im Rahmen der Lissabon-Strategie wider.
- Der Aufholprozess ist besonders deutlich in einigen neuen Mitgliedstaaten, die sehr schnell sehr große Fortschritte gemacht haben. Das ist ermutigend, auch für die beiden neuesten Mitgliedstaaten.
- Ebenso wichtig wie die Verringerung der Unterschiede in der Innovationsleistungsfähigkeit unter den Mitgliedstaaten ist es, dass unsere »Innovations- Lokomotiven« nicht an Kraft verlieren. Die führenden Länder in Europa wie Schweden, die Schweiz, Finnland, Dänemark und auch Deutschland befinden sich im Hinblick auf Innovation durchaus auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten und Japan. Das sollten wir bei unserer Betrachtung des europäischen Innovationsdurchschnitts nicht vergessen.
Dass sich Deutschland erneut in der Gruppe der führenden Innovationsländer platziert hat, ist für einen »Export-Weltmeister« natürlich keine große Überraschung. Deutschland verfügt nach wie vor über eine große Zahl international wettbewerbsfähiger Unternehmen, die zu den innovativsten der Welt zählen. Und nachdem der Konjunkturmotor wieder angesprungen ist, dürfte sich daran auch so schnell nichts ändern.
Lesen Sie auch die Buchinformation zu dem Buch der Herausgeber Deryk Streich und Dorothee Wahl mit freundlicher Genehmigung des campus Verlags.
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