Competence Site
Competence-Search
Passwort vergessen? Registrieren
Automatisch einloggen
Werben Sie für Ihre Kompetenz
Willkommen auf logistics.de
Dem Kompetenznetzwerk der Logistikbranche
Zur Homepage  
Kompetenzorientierte Werbung
Dokument

Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer Ansatz für das Informationsmanagement am Beispiel der Automobillogistik

Starten Sie hier...
Competence Actions
Inhalte
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
Abstract / Inhalt:

Eingebettet in zentrale Planungsund Steuerungsstrukturen wird der Informationsfluss in der Logistik größtenteils in separaten Prozessen oder Teilprozessen realisiert. Dies führt zu vermehrtem Aufwand und Verzögerungen bei der Abwicklung der logistischen Kernprozesse. Besonders trifft dies auf mobile Arbeitsprozesse, beispielsweise in der Automobillogistik, zu. Hier bieten Wearable Computing Systeme die Möglichkeit, durch Anwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien die Informationsgenerierung, -verteilung und -nutzung direkt in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dadurch wird eine Entlastung des Anwenders ermöglicht, sodass sich dieser auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann.

Heute werden sowohl das Informationsmanagement als auch die Planung und Kontrolle logistischer Prozesse überwiegend von zentralisierten Logistiksystemen durchgeführt. Jedoch entsprechen diese aufgrund gestiegener Dynamik und Komplexität nicht mehr den hohen Anforderungen flexibler Auftragsabwicklung. Selbststeuerungsmethoden sind demgegenüber dezentral und heterarchisch ausgerichtet [1]. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, Material- und Informationsflüsse sowie Arbeitsabläufe zu synchronisieren. Der Informationsfluss entsteht überwiegend aus dem Austausch von prozessrelevanten Informationen innerhalb einer Arbeitsgruppe [2]. Diese grundlegenden Informationen, ergänzt um aktuelle Informationen über den betrachteten logistischen Prozess, erlauben es, den Arbeitsablauf effizienter zu planen und auszuführen. Heutzutage wird der Einsatz von RFID-Technologien (Radio Frequency Identification), Wearable Computing Lösungen und anderen innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien für alle Teilnehmer innerhalb der Logistik immer interessanter. Diese Technologien erhöhen die Transparenz der Logistikprozesse und bieten gleichzeitig einen an die Bedürfnisse der ausführenden Arbeiter angepassten Informationsfluss [2].

Dateien
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
Weitere Informationen im Internet
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
 
Herausgebende Organisationen (1)
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
Gito mbH - Verlag für Industrielle Informationstechnik und Organisation
Goldanbieter/Partner
Der Verlagsbereich der GITO Gesellschaft für Industrielle Informationstechnik und Organisation mbH entstand 1994 aus der Übernahme der Zeitschrift CIM Management vom R. Oldenbourg Verlag. Dieser Titel wurde 1996 in Industrie Management - Zeitschrift für Industrielle Geschäftsprozesse umbenannt und ist heute die führende wissenschaftliche Zeitschrift für Strategien, Organisation und Informationssystemeinsatz in Industrieunternehmen. [...]
 
Der/die Autor(en) (4)
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter
Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter ist Professor ür Planung und Steuerung produktionstechnischer Systeme am Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen und Direktor des Bremer Instituts für Produktion und Logistik GmbH (BIBA) sowie Herausgeber der Zeitschriften Industrie Management und PRODUCTIVITY Management. [...]
 
Organisationen (1)
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
 
Competence Types
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
 
Ansprechpartner (1)
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter
Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter ist Professor ür Planung und Steuerung produktionstechnischer Systeme am Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen und Direktor des Bremer Instituts für Produktion und Logistik GmbH (BIBA) sowie Herausgeber der Zeitschriften Industrie Management und PRODUCTIVITY Management. [...]
Aktionen
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
Inhalte der angehängten Dateien (automatische Extraktion)
Informationsmanagement in der Logistik unterstützt durch Wearable Computing - Ein neuer...
wearable_Computing_Informationsfluss_Informationsmanagement_Logistik_Automobillogistik_RFID_Scholz-Reiter_Ruthenbeck_Harjes_Meinecke_Universität_Bremen_Gito.pdf
                                                       B. Scholz-Reiter u.a.: Informationsmanagement in der Logistik




     Informationsmanagement in
    der Logistik unterstützt durch
         Wearable Computing
                  Ein neuer Ansatz für das Informationsmanagement
                          am Beispiel der Automobillogistik
       Bernd Scholz-Reiter, Carmen Ruthenbeck, Florian Harjes und
                 Christian Meinecke, Universität Bremen
Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter ist Pro-        logien die Informationsgenerierung,        nologien für alle Teilnehmer innerhalb
fessor für Planung und Steuerung produk-
tionstechnischer Systeme am Fachbereich            -verteilung und -nutzung direkt in         der Logistik immer interessanter. Diese
Produktionstechnik der Universität Bremen und      den Arbeitsprozess zu integrieren.         Technologien erhöhen die Transparenz
Institutsleiter des Bremer Instituts für Produk-
tion und Logistik GmbH (BIBA).                     Dadurch wird eine Entlastung des           der Logistikprozesse und bieten gleich-
                                                   Anwenders ermöglicht, sodass sich          zeitig einen an die Bedürfnisse der
Dipl.-Wi.-Ing. Carmen Ruthenbeck arbeitet
als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonder-     dieser auf seine Kernaufgaben kon-         ausführenden Arbeiter angepassten In-
forschungsbereich 637 „Selbststeuerung logi-       zentrieren kann.                           formationsfluss [2].
stischer Prozesse – Ein Paradigmenwechsel und
seine Grenzen“ an der Universität Bremen.
                                                      Heute werden sowohl das Informa-         Informationsmanagement in
Dipl.-Inf. Florian Harjes und Dipl.-Wirtsch.-
Ing. Christian Meinecke arbeiten als wis-          tionsmanagement als auch die Pla-                  der Logistik
senschaftliche Mitarbeiter am BIBA an der          nung und Kontrolle logistischer Pro-
Universität Bremen im Bereich Intelligente Pro-
duktions- und Logistiksysteme.                     zesse überwiegend von zentralisierten         Der Begriff Logistik umfasste lange
                                                   Logistiksystemen durchgeführt. Jedoch      Zeit lediglich Transport-, Umschlag-
   Eingebettet in zentrale Planungs-               entsprechen diese aufgrund gestiegener     und Lagerprozesse. Seit Beginn der
und Steuerungsstrukturen wird der                  Dynamik und Komplexität nicht mehr         80er Jahre etablierte sich die flussori-
Informationsfluss in der Logistik                  den hohen Anforderungen flexibler          entierte Betrachtung und Koordination
größtenteils in separaten Prozessen                Auftragsabwicklung. Selbststeuerungs-      der Schnittstellen zwischen den Be-
oder Teilprozessen realisiert. Dies                methoden sind demgegenüber dezen-          reichen innerhalb eines Unternehmens.
führt zu vermehrtem Aufwand und                    tral und heterarchisch ausgerichtet [1].   Diese Entwicklung setzte sich durch die
Verzögerungen bei der Abwicklung                   Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit,     Ausrichtung der Organisationsstruktur
der logistischen Kernprozesse. Beson-              Material- und Informationsflüsse sowie     eines Unternehmens nach dem Fluss-
ders trifft dies auf mobile Arbeitspro-            Arbeitsabläufe zu synchronisieren. Der     gedanken anhand der internen Prozesse
zesse, beispielsweise in der Automo-               Informationsfluss entsteht überwiegend     fort. Die unternehmensübergreifende
billogistik, zu. Hier bieten Wearable              aus dem Austausch von prozessrele-         Betrachtung der Prozesse in der ge-
Computing Systeme die Möglichkeit,                 vanten Informationen innerhalb einer       samten Wertschöpfungskette mündet
durch Anwendung moderner Informa-                  Arbeitsgruppe [2]. Diese grundlegenden     im Konzept des Supply Chain Manage-
tions- und Kommunikationstechno-                   Informationen, ergänzt um aktuelle         ment, in welchem den Informations-
                                                   Informationen über den betrachteten        flüssen eine hohe Bedeutung zukommt.
                                    Kontakt:       logistischen Prozess, erlauben es, den     Durch die beschriebene Entwicklung hat
                   Universität Bremen              Arbeitsablauf effizienter zu planen und    sich auch das Wissen um die Prozesse
                      Fachgebiet PSPS              auszuführen.                               im Einzelnen sowie im Zusammenhang
                    Postfach 33 05 60                 Heutzutage wird der Einsatz von         deutlich vergrößert. Die gegenseitigen
                        28335 Bremen               RFID-Technologien (Radio Frequency         Abhängigkeiten und Wechselwirkungen
               Tel.: 0421 / 218-9792               Identification), Wearable Computing        sind zum Gegenstand wissenschaft-
    E-Mail: rut@biba.uni-bremen.de                 Lösungen und anderen innovativen In-       licher Untersuchungen geworden [3].
 URL: http://www.sfb637.uni-bremen.de/             formations- und Kommunikationstech-        Diese Informationen über die inter-



© GITO-Verlag                                                                                                                       9
Informationsmanagement in Produktion und Logistik


nen und unternehmensübergreifenden         zu Grunde, in dem festgelegt ist, wer     Wearable Computing Systeme
Prozesse sowie Wissen im Allgemei-         und in welchem Umfang Zugriff auf die       in der Arbeitsumgebung
nen ist in den zurückliegenden Jahren      gespeicherte Information hat. Bei der
zu einem zentralen Faktor hinsichtlich     Nutzung und Verbesserung von Infor-           Wearable Computing Systeme sind
der Wettbewerbsfähigkeit von Unter-        mationen geht es darum, wichtiges von     in die Kleidung integriert und un-
nehmen und Netzwerken geworden.            unwichtigem und inhaltlich falsches       terstützen den Anwender, ohne zu-
Eine Aufgabe innerhalb der Logistik        von richtigem zu unterscheiden bevor      sätzlichen Bedienaufwand zu erzeugen
ist die bedarfsgerechte Bereitstellung     es im nächsten Schritt über verschie-     oder seine Aufmerksamkeit unnötig zu
von Informationen und Wissen in den        dene Kanäle weitergegeben wird. Das       binden [9]. Um dies zu erreichen, sollte
jeweiligen internen und unternehmens-      Entfernen von Informationen kann bei      die notwendige Interaktion zwischen
übergreifenden Prozessen.                  einer Aktualisierung notwendig werden.    Nutzer und System auf ein Minimum
   Die Notwendigkeit eines Informa-        [7, 8]                                    begrenzt sein. Das Wearable Compu-
tionsmanagements resultiert aus der           Moderne Informationstechnolo-          ting System nutzt Sensoren um auto-
zunehmenden weltweiten Vernetzung          gien und die Nutzung darauf basie-        matisiert Daten über die Umgebung
von Unternehmen und Prozessen in           renden Formen der Weitergabe von          und die aktuelle Arbeitssituation zu
übergreifenden Wertschöpfungsketten        Informationen wie beispielsweise Wikis,   sammeln. Für den Prozess nützliche
und der daraus entstehenden Menge          Mindmaps, Datenbanken und Doku-           Informationen werden dem Anwender
von Informationen. Informationsma-         menten-Management-Systeme haben           z. B. in Form von möglichen Folge-
nagement orientiert sich an den Zielen     die Einführung von Informations-Ma-       schritten in der weiteren Abwicklung
und Strategien des Unternehmens und        nagement-Systemen deutlich verein-        oder konkreten Arbeitsanweisungen zur
wird als strategisch und operativ aus-     facht und beschleunigt. Im Bereich der    Verfügung gestellt. Weiterhin können
gerichtetes Führungshandeln definiert      Nutzung von Informationen stellt sich     gewonnene Daten gespeichert und für
[4]. Die Aufgabe des Informationsma-       die Frage, wie die vorhandenen Infor-     Berichte oder zu Abrechnungszwecken
nagements ist die Planung, Steuerung,      mationen bzw. das vorhandene Wissen       genutzt werden.
Organisation und Kontrolle der Nut-        bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt         Für die genaue Definition von Wea-
zung von Informationen als Ressource       werden kann. Im Bezug auf mobile          rable Computing existieren in Abhän-
sowohl innerhalb eines Unternehmens        Arbeitsprozesse ist zu klären, wie dem    gigkeit von Untersuchungsschwerpunkt
als auch über Unternehmensgrenzen          Mitarbeiter die erforderlichen Informa-   und Anwendungsgebiet verschiedene
hinweg. Diese Nutzung wird mit Hilfe       tionen prozessnah zugänglich gemacht      Ansätze [10]. Liegt der Fokus auf der
von Informationssystemen sowie Infor-      werden können. Eine Möglichkeit hier-     Interaktion zwischen Anwender, Sys-
mations- und Kommunikationstechno-         zu stellt die Technologie des Wearable    tem und Umgebung, erfolgt die Un-
logien ermöglicht [4, 5]. Die Bedeutung    Computing dar, die im folgenden Ab-       terscheidung anhand der Gegensätze
des Informationsmanagements wird auf       schnitt erläutert wird.                   zwischen konventionellen mobilen und
Grund der beschriebenen Entwicklung
in Zukunft weiter steigen. Insbesondere    Bild 1: Interaktionsmodell: konventionelles mobiles System (links) und ein Wear-
vor dem Hintergrund einer Optimierung      able-System (rechts) [9].
von operativen Prozessen ist die Nut-
zung von Informationen als Ressource
und deren Austausch zu einem erfolgs-             Reale Welt          Reale Welt
kritischen Faktor geworden [6].

Lesen Sie weiter im PDF
 
Competence Report
Kostenfrei Newsletter abonnieren!
Diese Seite weiterleiten
Halten Sie diese Seite/diesen Inhalt für empfehlenswert? Für eine Weiterleitung an Freunde/ Bekannte, Geschäftspartner etc. wären wir Ihnen dankbar.
Unsere Sponsoren
DHL Vertriebs GmbH & Co. OHG
DHL logo