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Grüne KEP-Logistik: Wohlstand sichern ‑ Klima schützen

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Grüne KEP-Logistik: Wohlstand sichern ‑ Klima schützen
Abstract / Inhalt:

Der deutsche Kurier-, Express- und Paket- (KEP) Markt nimmt eine Schlüsselfunktion im Dienstleistungssektor ein. Eine Vielzahl von Unternehmen sorgt dafür, dass sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte effizient, schnell und zeitgenau mit notwendigen Gütern ‑ vom frischen Gemüse, über Werkstoffe und Ersatzteile bis hin zu wichtigen Dokumenten oder Medikamenten ‑ versorgt werden. Die KEP-Branche bietet qualitativ hochwertige und flexible Transport- und Logistikdienste an, die der Wirtschaft eine produktive und arbeitsteilige Produktion ermöglichen. Eng damit verbunden sind Wettbewerbs-, Kosten und Absatzvorteile für die KEP-nutzenden Unternehmen.

Im Folgenden sind sowohl die umfangreichen Aktivitäten der KEP-Unternehmen im breiten Themenspektrum „Grüne Logistik“ sowie die zentralen Anliegen der Branche an die Politik skizziert.

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. zur Verfügung gestellt.


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Grüne KEP-Logistik: Wohlstand sichern – Klima schützen

Der deutsche Kurier-, Express- und Paket- (KEP) Markt nimmt eine Schlüsselfunktion im Dienstleistungs-
sektor ein. Eine Vielzahl von Unternehmen sorgt dafür, dass sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte
effizient, schnell und zeitgenau mit notwendigen Gütern – vom frischen Gemüse, über Werkstoffe und
Ersatzteile bis hin zu wichtigen Dokumenten oder Medikamenten – versorgt werden. Die KEP-Branche
bietet qualitativ hochwertige und flexible Transport- und Logistikdienste an, die der Wirtschaft eine
produktive und arbeitsteilige Produktion ermöglichen. Eng damit verbunden sind Wettbewerbs-, Kosten-
und Absatzvorteile für die KEP-nutzenden Unternehmen.

Im Folgenden sind sowohl die umfangreichen Aktivitäten der KEP-Unternehmen im breiten Themen-
spektrum „Grüne Logistik“ sowie die zentralen Anliegen der Branche an die Politik skizziert.



Grüne KEP-Logistik: viele Maßnahmen – großer Erfolg
Die Unternehmen des BIEK haben sich dem Leitbild eines nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet, eine
Überbeanspruchung von Ressourcen zu vermeiden, mögliche Schäden für Menschen, Natur und Klima zu
begrenzen und Wohlstandsspielräume auch für künftige Generationen zu erhalten. Rund 18 % der
weltweiten CO2-Emissionen haben ihre Ursache im Transport von Gütern und Waren. Hiervon entfällt ein
Großteil auf den Straßenverkehr. Zwar gibt es noch keine allgemein verbindliche Definition des Begriffes
„Grüne Logistik“, doch werden hierunter alle Ansätze verstanden, die den bisher ökonomisch geprägten
Logistik-Begriff um Umweltaspekte erweitern.

Die im BIEK zusammengeschlossenen Unternehmen engagieren sich seit vielen Jahren für eine Balance
zwischen ökonomischem Geschäftsbetrieb und ökologischem Wirtschaften. Dabei kommt die
Verkehrssicherheit nicht zu kurz. Neben Energiesparmaßnahmen in den Verteilzentren und
Niederlassungen (ökologisches Gebäudemanagement) setzen Mitgliedsunternehmen des BIEK nachhaltige
Konzepte rund um Fuhrpark und Flotten um. Vor allem durch den Einsatz und Test alternativer Antriebe
(Erdgas, Hybridfahrzeuge, Brennstoffzellen), durch technische Maßnahmen aber auch durch effiziente
Tourenplanungen und Fahrerschulungen konnten CO2- und Feinstaubemissionen bereits signifikant
verringert werden.


Optimierung der Transportprozesse

Die KEP-Branche unternimmt vielfältige Anstrengungen auf sehr unterschiedlichen Feldern und wird diese
auch in Zukunft weiter verstärken, um ihren Beitrag zu einer ressourcenschonenden und nachhaltigen
Leistungserstellung zu liefern. Dabei handelt es sich insbesondere um Maßnahmen zur Optimierung der
Transportprozesse, der Standortlagen, um Maßnahmen zur Erhöhung der Fahrzeugauslastung
(Tourenplanung und –optimierung) sowie um technische Entwicklungen im Fahrzeugbereich. Insgesamt
schlägt sich die Wirksamkeit sämtlicher Maßnahmen in den jeweiligen Unternehmen vor allem in zwei




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Kennziffern nieder: Transportintensität (erbrachte Fahrzeugkilometer je Sendung) und CO2-Emission je
Sendung. Zwischen 2000 und 2006 gingen die CO2-Emissionen je beförderter Sendung um etwa 9 %
zurück. Für die nächsten Jahre erwarten die BIEK-Unternehmen einen weiteren Rückgang der
Fahrleistungen je beförderter Sendung und damit auch der CO2-Emissionen.


Erfolgreiches Fuhrparkmanagement

Mit umfangreichen Investitionen zur Erneuerung der Fahrzeugflotte, in die Fahrzeugtechnologie und in
innovative Antriebstechnik konnte der Kraftstoffverbrauch bei den BIEK-Unternehmen deutlich gesenkt und
die Emissionen von CO2 sowie der übrigen Luftschadstoffe verringert werden.

Durch laufende Investitionen in die Fahrzeuge sank auch das Durchschnittsalter der Fahrzeugflotte bei den
KEP-Unternehmen kontinuierlich auf durchschnittlich 4,4 Jahre. Die Verjüngung der Fahrzeugflotte macht
sich auch im Anteil der schadstoffarmen Fahrzeugklassen am gesamten Fahrzeugbestand bemerkbar. Bis
zum Jahr 2012 werden fast 90 % der von den BIEK-Unternehmen eingesetzten Fahrzeuge die Euro-4-
Norm einhalten.


Einsatz modernster Technologie – innovativ und ökologisch

In enger Abstimmung mit der Kraftfahrzeugindustrie fördert die KEP-Branche die Einführung modernster
Technologien. Höchstmögliche Kraftstoffeffizienz und eine weitere Reduzierung der CO2- und
Schadstoffemissionen haben Priorität. So ist der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch bei den leichten
Nutzfahrzeugen von 1980 bis 2007 um ca. 34 % und bei den schweren Nutzfahrzeugen im gleichen
Zeitraum um rund 25 % gesunken. Trotz wachsender Fahrleistungen konnten dabei der Anstieg der
Abgasemissionen im Straßenverkehr seit Ende der 80er Jahre gestoppt und die Stickoxid-,
Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid- sowie Partikelemissionen deutlich reduziert werden. Der
durchschnittliche Ausstoß von Kohlenwasserstoffen sank in den Jahren 1980 bis 2007 bei den leichten
Nutzfahrzeugen um ca. 97 %, bei den schweren um etwa 74 %. Im gleichen Zeitraum konnte bei den
leichten Nutzfahrzeugen der Stickoxid-Ausstoß um 75 % und bei den schweren Nutzfahrzeugen um 44 %
reduziert werden.

Im städtischen Bereich setzen einige BIEK-Unternehmen bereits heute einige Hundert umweltfreundliche
Elektro-, Hybrid- oder Erdgasfahrzeuge ein. Hier sehen die BIEK-Unternehmen weiteres
Entwicklungspotential, doch auch die Notwendigkeit, eine flächendeckende Infrastruktur z. B. für
erforderliche Stromnetze der Elektrofahrzeuge bereitzustellen.


Fahrertrainings: sicher fahren und Kraftstoff sparen

Der BIEK und seine Mitgliedsunternehmen nehmen ihre Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden und andere
Verkehrsteilnehmer sehr ernst. Mit großem Erfolg führen sie seit vielen Jahren Verkehrssicherheits-
programme für alle Fahrzeugklassen – vom Kleintransporter bis zum schweren LKW – durch.




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Wesentliche Inhalte dieser Schulungen und Fahrertrainings sind fahrsicherheitstechnische Aspekte
(Ladungssicherung, defensives Fahren) sowie konkrete Anleitungen zu einer Kraftstoff sparenden
Fahrweise und Hinweise zur Berücksichtigung von Umweltaspekten bereits bei der Festlegung der Routen.
Diese Maßnahmen werden bei den meisten Unternehmen nicht nur für die eigenen Fahrer ergriffen,
sondern es wird darauf geachtet, dass auch Vertragspartner regelmäßige Fahrtrainings für ihr Fahrpersonal
durchführen. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit einem auf Kraftstoff sparen ausgerichteten Fahren
Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch bis zu 20 % erzielt werden können.



Forderungen der KEP-Branche an die Politik
Deutschland braucht Mobilität und den reibungslosen Austausch von Gütern, um auch zukünftig Wachstum,
Wohlstand und Beschäftigung zu sichern. Deswegen sind zusätzliche Belastungen für die KEP-Branche,
wie zum Beispiel eine Ausweitung der Maut oder eine verpflichtende CO2-Kennzeichnung das falsche
Signal. Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich sein zu können, braucht die KEP-Branche
verlässliche Rahmenbedingungen, innerhalb derer sie flexibel und innovativ agieren kann. Statt
bürokratischer Hürden muss die Politik ein innovationsfreundliches Klima schaffen und neue Wege in der
Verkehrspolitik beschreiten.

Infrastrukturpolitik verbessern – Staus vermeiden

Seit vielen Jahren bleiben Investitionen in die Verkehrswege hinter dem Bedarf zurück. Doch vor allem im
Straßenverkehr besteht hierbei erheblicher Bedarf. Rund ein Fünftel des deutschen Autobahnnetzes, v. a.
in den alten Bundesländern, ist nicht mehr voll gebrauchsfähig und sanierungsbedürftig. Die Qualität des
Straßennetzes hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Die Folge sind immer mehr
Staus, mit negativen Folgen für die Umwelt.

Auch die Einführung der LKW-Maut hat nicht zu einer spürbaren Erhöhung der Investitionen geführt. Bei
der Infrastruktur ist nach Auffassung des BIEK ein besonderes Augenmerk auf die Bestandsinvestitionen zu
legen. Mauteinnahmen müssen zwingend in die Straßeninfrastruktur investiert werden. Nur eine
ausreichende und qualitativ hochwertige Infrastruktur kann Staus vermeiden helfen – und so die Umwelt
schonen. Das Mautsystem muss dem Ziel der Stauvermeidung dienen. Wir fordern die Bundesregierung
auf, sich im Rahmen der Eurovignetten-Richtlinie dafür einzusetzen.

Umweltfreundliche EcoCombis europaweit zulassen

Im Spannungsfeld zwischen den umweltpolitischen Herausforderungen eines globalen Klimawandels und
den ökonomischen Erfordernissen, Mobilität und Gütertransport auf hohem Niveau zu sichern, sind
innovative Konzepte gefordert. Der BIEK setzt sich für ein Umdenken in der Verkehrspolitik und die
Zulassung von EcoCombis in der EU ein. Darüber hinaus plädiert der BIEK für einen wissenschaftlich
begleiteten Großraumversuch auf ausgewählten Routen im innerdeutschen Güterverkehr, um die
erheblichen Einsparpotentiale von LKW-Bewegungen und CO2-Emissionen genauer beziffern zu können.
Bereits jetzt haben sich EcoCombis in zahlreichen Modellprojekten in einigen Bundesländern und im euro-




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päischen Ausland als umweltfreundlich, verkehrsentlastend, sicher und wirtschaftlich erwiesen. Bis 2025
wird eine deutliche Steigerung des Güterverkehrsaufkommens in Deutschland von heute 3,7 Mrd. t auf 4,7
Mrd. t prognostiziert. Deutschland wird als Transitland besonders gefordert sein, für eine leistungsfähige
Verkehrsinfrastruktur und deren effiziente Nutzung zu sorgen.

Vor diesem Hintergrund plädiert der BIEK für die Zulassung von EcoCombi-Fahrzeugkombinationen mit
einer Länge von 25,25 Metern und einem zulässigen Gesamtgewicht auf einer Skala von mindestens 44 bis
zu 48 Tonnen.

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