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FORUM: Produktpiraten und Raubkopierer

Die Konkurrenz um pfiffige Logistiklösungen ist groß, der Ideenklau gang und gäbe
LogiMAT
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Basisdaten
Start
14.3.2012
Ende
14.3.2012
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Beschreibung
Dieses Forum findet im Rahmen der LogiMAT 2012 statt.

Mittwoch, 14. März 2012 von 14:30 bis 16:00 Uhr , Forum I – Halle 1; mit Simultanübersetzung Deutsch/Englisch


Moderation: Klaus Koch, Chefredakteur „Logistik & Fördertechnik“, SwissProfessionalMedia, Schweiz

Der Ideenklau ist auch in der Logistik keine Seltenheit. Experten, Teilnehmer eines Projekts namens ProAuthent und Chinakenner Hans-Joachim Fuchs berichten über Gegenstrategien.

In aufstrebenden Industrienationen des Fernen Ostens wurde in jüngerer Zeit damit argumentiert, dass es den Urheber einer Innovation ehrt, wenn kopiert wird, was er für sein geistiges Eigentum hält.  „Reverse Engineering“ ist eine vornehme Bezeichnung für die Methode, komplette Maschinen und Anlagenteile auseinanderzunehmen, um Zusammensetzung und Funktion jedes einzelnen Teils Stück für Stück zu kopieren.
Hans Joachim Fuchs, Geschäftsführer einer auf die Verhinderung von Patentdiebstahl spezialisierten Unternehmensberatung mit Büros in München, Boston und Shanghai weiß davon ein Lied zu singen. Im Rahmen eines Forums, das „Logistik & Fördertechnik“ anlässlich der LogiMAT 2012 gemeinsam mit dem Institut für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik (FML) der TU München organisiert, berichten Fuchs wie auch die Initiatoren eines Projekts namens „ProAuthent“ und namhafte Hersteller über ihre Erfahrungen. Buchautor und Chinakenner Fuchs erläutert Gegenstrategien, die ihn schon des Öfteren in die „Höhle des Löwen“ führten.
„Gegenwärtig“, sagt der Urheberrechts-Experte, „bauen  immer mehr chinesische Unternehmen westliche Anlagen nach, modifizieren sie leicht und melden für die Kopien Schutzrechte an“ – die dann auch noch im großen Stil international angemeldet werden. Schlimmer noch, und zugleich eine deutliche Warnung an alle, die in Billiglohnländern produzieren, um die eigenen Herstellerkosten zu senken: „Wenn der ausländische Originalhersteller in China oder auf den Exportmärkten keine entsprechenden Rechte hält“, erklärt Fuchs, „kann der chinesische Kopierer den Spieß umdrehen, ihm den Marktzugang versperren oder ihn sogar aus dem Markt katapultieren“. Der Originalhersteller scheitert dann an einer unsichtbaren Schutzmauer – einer „Great Wall of Patents“ – der neuen Version 2.0 der „Grossen Mauer“ der Chinesen. Im Projekt „ProAuthent“, an dem federführend das FML Institut für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik (FML) der TU München beteiligt ist, wurde ein System entwickelt, das kritische Bauteile im Maschinen- und Anlagenbau vor Raubkopien schützt. Fälschungssichere Authentifizierungs-Mechanismen erlauben die Prüfung der Echtheit von Produkten und Komponenten entlang der Wertschöpfungs- und Logistikkette während der gesamten Produktlebensdauer. Neben dem Eindringen von Piraterieware in die Supply Chain wird auch die bewusste oder unbewusste Inbetriebnahme von gefälschten Komponenten verhindert.

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