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FORUM: Outsourcingprozess – eine umfassende und richtlinienkonforme Betrachtung

VDI Richtlinie 4494 – Darstellung und Vorgehensweise im Outsourcingprozess aus Sicht aller Beteiligten am Beispiel Kontraktlogistik
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Basisdaten
Start
15.3.2012
Ende
15.3.2012
Beschreibung
Dieses Forum findet im Rahmen der LogiMAT 2012 statt.

Donnerstag, 15. März 2012 von 10:00 bis 11:30 Uhr , Forum V – Halle 9


Moderation: Hartmut Braun, Senior Consultant / Projektmanager, PSI Logistics GmbH
Martin Sayer, Geschäftsführer, MIPS Consulting GmbH


VDI veröffentlicht neue Richtlinie 4494 „Outsourcing am Beispiel der Kontraktlogistik“ Ganzheitlicher Praxisleitfaden gibt klare Handlungsempfehlungen / Ideale Orientierung für Verantwortliche aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Dienstleistung

Der VDI-Fachausschuss 301 Logistiksysteme und -management unter der Leitung von Hartmut Braun (PSI Logistics GmbH) und Martin Sayer (mips consulting GmbH) präsentiert die neue Richtlinie 4494. Mit der Richtlinie "Outsourcing am Beispiel der Kontraktlogistik" liegt erstmals eine durchgängige und ganzheitliche Beschreibung eines Outsourcing-Prozesses vor - ein für die Industrie, aber auch beispielsweise für den Finanzbereich, unverändert wichtiger und wachsender Trend.

Die Besonderheit dieser Richtlinie liegt mit ihren klaren Handlungsempfehlungen und Checklisten in ihrer ausgeprägten Anwenderfreundlichkeit. Darüber hinaus haben alle an einem Outsourcing-Projekt möglichen Beteiligten (Verlader, Logistikdienstleister, Rechts-, Logistik- und IT-Berater) an ihrer Erstellung mitgewirkt. Damit erhalten künftige Anwender einen praxisorientierten und ausgewogenen Leitfaden, der alle grundlegenden Schritte eines erfolgreichen Outsourcings von der Idee bis zum operativen Betrieb beschreibt und dadurch ein einheitliches Vorgehen ermöglicht. Die neue VDI-RL 4494 geht so inhaltlich und strukturell weit über die Normen, Richtlinien und Empfehlungen anderer Verbände und Normierungsorgane hinaus.

Uwe Bairischer, Leiter Werk Deutschland bei der BRITA GmbH in Taunusstein, repräsentierte im Arbeitskreis die Rolle des Verladers: „Für ein erfolgreiches Outsourcing ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Vorbereitung stimmt. Es sollten vorab die Ziele klar festgelegt, das Projektmanagement organisiert und die aktuellen sowie künftigen Prozesse ausreichend beschrieben sein. Auf diese Weise kann man auch falschen Erwartungshaltungen entgegen wirken. Zeitgleich sind ein aktives Veränderungs-, Informations- und Eskalationsmanagement wichtige Pfeiler für den Erfolg des Projekts.“

Auch der Logistikdienstleister, so Thomas Schäberle, Geschäftsführer bei LSU Schäberle Logistik & Spedition GmbH & Co. KG in Stuttgart, profitiere von einer guten Vorbereitung der Ausschreibung: „Die Richtlinie versetzt den Auftraggeber in die Lage, alle für die Vergabe des Vertrags wichtigen Parameter auf eine Weise zusammenzustellen, die den gesamten Vergabeprozess vereinfacht und beschleunigt. Davon profitieren beide Seiten gleichermaßen.“

Hartmut Braun, Senior Berater bei der PSI Logistics GmbH in Aschaffenburg, weist auf die frühzeitige Einbindung der IT-Beratung hin: „Oft entstehen im Rahmen von Outsourcing-Projekten hohe Kosten, da komplexe Schnittstellen zwischen Auftraggeber und Logistikdienstleister nachträglich geschaffen werden müssen. Nicht zuletzt deshalb sollte die IT zu einem frühen Zeitpunkt mit in die Projektarbeit eingebunden werden.“

Gleiches gilt für die Rechtsberatung. „Auch in diesem Bereich gibt es oft komplexe und zum Teil sehr unterschiedliche Leistungspakete. Um die typischen Rechtsprobleme wie etwa eine unzureichende oder zu späte Einbindung bestimmter Gremien zu vermeiden, sollten die Rechtsabteilung und/oder der externe Rechtsberater rechtzeitig eingebunden werden“, so Pascal Schulz, Rechtsanwalt bei Wahlert Rechtsanwälte in Stuttgart.

„Neben der rechtzeitigen Einbindung der Beteiligten und Sicherstellung eines zielorientierten Vorgehens zeigt die Praxis weitere Stolpersteine und Fragestellungen im Verlauf eines Outsourcingvorhabens auf. Die neue Richtlinie geht auf diese ebenfalls ein.“ fasst Martin Sayer, Geschäftsführer bei mips consulting GmbH in Stuttgart, abschließend zusammen. In der Arbeitsgruppe vertrat er die Interessen der Logistikberater/-planer.

Insgesamt erarbeiteten 21 Unternehmen aus dem Logistikbereich seit 2005 in regelmäßigen Arbeitskreissitzungen die VDI-Richtlinie 4494:
-    PSI Logistics GmbH: Hartmut Braun, Leiter des VDI-Richtlinienausschusses
-    mips consulting GmbH, Martin Sayer, Leiter des VDI-Richtlinienausschusses
-    BRITA GmbH: Uwe Bairischer,
-    LSU-Schäberle Logistik & Spedition GmbH & Co. KG: Thomas Schäberle,
-    Wahlert Rechtsanwälte: Pascal Schulz,
-    HighTech-Logistik-Deutschland: Volker Düring,
-    Ingenieurbüro Gerth GmbH: Wolf-Michael Gerth,
-    MAG Hüller Hille GmbH: Frank Langenfeld,
-    Metroplan Logistics Management: Holger Lorenzen,
-    Adolf Würth GmbH & Co. KG: Andreas Nögel,
-    CS Parts Logistics GmbH: Gerd Pietrowski,
-    LOCOM: Hans-Peter Reisch,
-    BR Consulting: Bernhard Rieger
-    J&M Management Consulting AG: Oliver Schlüter
-    Normet International Ltd.: Frank Schneidereit,
-    Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH: Rüdiger Volkert,
-    WISAG Produktionsservice GmbH: Christian Witte,
-    Bayer HealthCare Pharmaceuticals: Volker Wobbrock,
-    Federal Mogul Nürnberg GmbH: Reiner Wolf,
-  VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.: Volker Kirsten und Jean Haeffs, Mitarbeiter des VDI

Die neue VDI-Richtlinie 4494 „Outsourcing am Beispiel der Kontraktlogistik“ ist ab Herbst in deutscher/englischer Sprache beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Der Beuth Verlag ist unter der Telefonnummer +49 30 2601-2260 zu erreichen. Onlinebestellungen sind unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de möglich.
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aktualisiert am 21.05.2013, 06:58:20  
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