KPI-Monitoring und Benchmarking sind die Steuer- und Kon-trollmechanismen für ein optimales Management von Waren-flüssen in Produktions- und Liefernetzen.
Logistik ist nicht mehr die Logistik noch vor ein paar Jahren: Die Anforderungen sind gestiegen und Lieferfristen werden knapper bei gleichzeitig sinkenden Sicherheitslagerbeständen. IT-Systeme, die eigentlich die Arbeit erleichtern sollten, werden immer komplexer. Schließen sich Unternehmen mit mehreren Standorten oder mit unterschiedlichen Warenwirtschafts- und Lagerverwaltungssystemen zusammen, ist das Chaos perfekt. Der Mitarbeitereinsatz in der Logistik ist durch flexible Arbeits-zeitmodelle und Zeitarbeitskräfte auf diese Anforderungen ein-gestellt. IT-gestützte Steuerungsmechanismen, die den Einsatz der Ressourcen sinnvoll aufeinander abstimmen, fehlen je-doch.
Steuerung durch KPI
Für frühere Einsatzzwecke reichte eine reine Vergangenheits-betrachtung mittels eigen entwickelter, starrer Reports aus. Schwächen und damit auch Verbesserungspotentiale konnten für die Intralogistik identifiziert werden.
Heute helfen aktive und passive Kennzahlen in integrierten Systemen. Aktive Kennzahlen dienen als operative Werkzeuge und können über Alarmfunktionen Ausnahmesituationen an-zeigen. Sie ermöglichen schnelle Reaktionen, beispielsweise beim drohenden Verzug einer Kundenbelieferung. Arbeitsvorräte und systemgestützte Vorschläge unterstützen die Mitarbeiter bei der Abarbeitung dieser Aufgaben und sichern die Einhaltung von Prioritäten.
Die Speicherung dieser Informationen ist die Basis für passive Kennzahlen. Verdichtet dienen sie der Unternehmensführung als Grundlage für strategische Entscheidungen.
Beim Einsatz unterschiedlichster Systeme an diversen Stand-orten oder entlang der gesamten Wertschöpfungskette, reicht die Betrachtung über Kennzahlen nicht aus. Notwendig werden allgemeinverbindliche Key-Performance-Indikatoren, kurz KPI’s, die zur permanenten Kontrolle und als Benchmark un-tereinander dienen
Durch KPI´s bekommt das „Management“ von Warenflüssen eine neue Bedeutung: Die Verbesserungspotentiale durch eine effiziente Auftragsplanung, -disposition und -steuerung werden transparent, vergleichbar und nachhaltig kontollierbar. Das ak-tive Steuern des Warenflusses unter Einbeziehung von Kun-den- und Lieferanteninformationen, sowie eigenen Personal- und Lagerressourcen sichert den Unternehmen die Handlungs-fähigkeit. Das Benschmarking der gewonnenen KPI’s offenbart Verbesserungspotentiale für Prozesse bzw. Abteilungen oder ganze Standorte. Auftrags- und Bestandssimulationen bekom-men eine „reale Basis“.
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